Inzlingen Rochade beim Schlossverein Inzlingen

Erich Hildebrand (links) löst Gustav-Adolf Schröder als Vorsitzenden des Vereins zur Erhaltung des Inzlinger Wasserschlosses ab. Schröder, der 22 Jahre lang den Verein geführt hat, wechselt auf den Posten des Stellvertreters. Foto: Manfred Herbertz

Inzlingen - Gustav-Adolf Schröder tritt in die zweite Reihe: 22 Jahre lang stand er an der Spitze des Vereins zur Erhaltung des Inzlinger Wasserschlosses. Mit Wirkung zum 1. April übergibt er die Leitung an seinen bisherigen Stellvertreter Erich Hildebrand. Schröder wird dem Verein aber erhalten bleiben. Er wechselt auf den Posten des stellvertretenden Vorsitzenden.

m Rahmen der Mitgliederversammlung am Montag im Bürgersaal des Wasserschlosses wurde der Wechsel bekanntgegeben. Dieser kam zwar überraschend, aber doch nicht gänzlich unerwartet. Schröder hatte bereits im vergangenen Jahr angekündigt, nur noch ein Jahr den Verein führen zu wollen und dann aus Altersgründen das Amt abzugeben.

Die Vorstandsmitglieder werden im Schlossverein stets für zwei Jahre gewählt. Der Vorstand hatte dem Wunsch Schröders entsprochen und durch die Rochade den Wechsel an der Vereinsspitze ermöglicht.

Der inzwischen 88-jährige Schröder verwies auf die unzähligen Veranstaltungen in und um das Schloss. Er sagte, das bauliche Kleinod habe in den vergangenen Jahren eine große Bedeutung als Kulturzentrum in der Gemeinde erlangt. Er höre mit der Genugtuung auf, dass der Schlossverein dies alles mitgestaltet habe. „Ich schaue daher mit Freude auf die 22 Jahre zurück“, sagte Schröder, der diese Zeit auch als Glücksfall für sich selbst sah: „Damit konnte ich auch im Ruhestand einer sinnvollen Tätigkeit nachgehen.“

Und mit dem für ihn typischen norddeutschen Humor fügte Schröder an: „Jetzt habt ihr mit dem Erich endlich wieder jemanden, der das Alemannische in den Vorstand bringt.“

Hildebrand versichert Kontinuität

Hildebrand – er ist Altbürgermeister und Ehrenbürger – sprach dem scheidenden Vorsitzenden seinen aufrichtigen Dank für dessen großartiges Wirken aus. Der Entschluss, den Vorsitz zu übernehmen, sei ihm nicht leicht gefallen. Die Fußstapfen, die Schröder hinterlasse, seien nur schwer zu füllen.

Hildebrand erinnerte an das intensive Wirken des Schlossvereins unter der Ägide Schröders. Nur mit Hilfe des Vereins sei es möglich gewesen, unter anderem einen Personenlift im Schloss einzubauen. Auch habe Schröder maßgeblich an den Vorbereitungen und damit zum Gelingen der Jubiläumsveranstaltungen im vergangenen Jahr aus Anlass des 40-jährigen Geburtstags der Wiedereinweihung des Schlosses mitgewirkt. „Das war einfach sensationell“, sagte Hildebrand dankbar. Der neue Vorsitzende versprach: „Ich werde alles tun, um den Verein im bewährten Fahrwasser zu halten.“

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