Inzlingen Wasser war für ihn Berufung

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Der Inzlinger Alfred Reinle begeht heute seinen 90. Geburtstag                                                                                                                                                        Foto: Manfred Herbertz

Inzlingen (mh). Zeit seines Lebens ist er seiner Heimatgemeinde Inzlingen treu geblieben. Am heutigen Mittwoch feiert Alfred Reinle bei bester Gesundheit seinen 90. Geburtstag. Sein Leben lang war er der Wasserschlossgemeinde beruflich wie auch ehrenamtlich verbunden.

Als Sohn eines Landwirts war sein Weg zunächst vorgezeichnet: Er war auf dem elterlichen Hof tätig, wo es viele Kühe zu versorgen und Ackerland zu bewirtschaften galt. Nach der Volksschule wurde er selbst Landwirt, und er war zudem als Holzhauer tätig.

1968 wechselte der Jubilar zur Gemeinde Inzlingen. Nachdem er zunächst als Fahrer für den Werkhof tätig war, wurde er Wassermeister der Gemeinde, wo er ein großes Aufgabenfeld zu bewältigen hatte. Angefangen bei der Wasseraufbereitung über die Überwachung der Wasserschutzgebiete bis hin zum Ablesen der Wasseruhren im Dorf, reichten die Aufgaben von Alfred Reinle. Zudem, ganz nebenbei, wie er schmunzelnd erzählt, hatte er auch den Winterdienst übernommen. 30 Jahre lang war er in der Gemeinde mit dem Streufahrzeug unterwegs – ein Dienst, der oftmals von früh morgens bis spät in die Nacht dauerte.

Zum 31. Dezember 1996 trat Reinle in den Ruhestand. Der damalige Bürgermeister Erich Hildebrand sagte bei der Verabschiedung: „Das Wasser war für ihn Berufung, er hat sich darum bemüht, als sei es sein eigener Betrieb.“

Aber auch ehrenamtlich engagierte sich Alfred Reinle in „seinem“ Dorf. Er gehört zu den Gründungsvätern des Turnvereins Inzlingen. Beim Musikverein Inzlingen musizierte er mit dem Horn 47 Jahre aktiv mit.

Und auch in der Freiwilligen Feuerwehr Inzlingen leistete Reinle viele Jahre ehrenamtlichen Dienst. Noch heute ist er in der Altersmannschaft seinen Kameraden verbunden.

Seit sieben Jahren wohnt der Jubilar zusammen mit seiner Frau Helga im Betreuen Wohnen in der Sonnhalde, wo sich die beiden sehr wohl fühlen. Regelmäßig geht er einmal in der Woche ins „Bierhuus“ zum Kegel, was ihm sehr viel Spaß macht. Gerne setzt er sich auch mal an den Stammtisch „aber seit Corona ist da leider nicht mehr so viel los“. Bis vor ein paar Jahren sind die beiden auch noch regelmäßig wandern gegangen. „Das geht leider nicht mehr so gut“, bedauert Alfred Reinle.

Seinen heutigen hohen Geburtstag feiert der Jubilar zusammen mit seiner Familie, seiner Tochter und seinem Sohn, sowie den drei Enkeln und einem Urenkel. Und natürlich dürfen auch die Kegelbrüder nicht fehlen.

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