Kandern „Ergebnis kann sich sehen lassen“

Von Alexandra Günzschel

Kandern. Nur zwei Jahre nach dem verheerenden Brand im Feuerwehrgerätehaus in Kandern konnte gestern das Richtfest für den Neubau gefeiert werden. Mit dabei war auch der Innenminister des Landes Baden-Württemberg, Reinhold Gall, für den dieses Richtfest nach eigenem Bekunden ein besonderes war.

„Vergesst nicht ganz uns Handwerksleute“, ermahnte von oben herab dichterisch Hanspeter Eichin, Inhaber der Firma Holzbau Eichin aus Schopfheim, die die Zimmereiarbeiten ausgeführt hatte. Persönlich hatte er den Richtspruch übernommen, der mit einem dreifachen „Wasser marsch“ durch alle Teilnehmer beendet wurde.

Bürgermeister Dr. Christian Renkert ging in seiner Begrüßungsrede noch einmal auf die glücklichen Umstände ein, die dazu geführt hatten, dass der Landesinnenminister persönlich zum Richtfest gekommen war. Gesamtfeuerwehrkommandant Günter Lenke hatte den Bürgermeister darauf aufmerksam gemacht, dass Gall ohnehin gerade im Landkreis unterwegs sei.

Renkerts Dank galt aber auch der Nachbarschaft, die viel habe erleiden müssen. Ein Gruß von ihm ging an die „heimliche Bauleitung“, namentlich Walter Zitzer und Heinz Dietrich, zwei Anwohner im Ruhestand, die den Baufortschritt von Anfang an aufmerksam verfolgt hatten. Auch sie waren beim Richtfest mit dabei.

„Das Ergebnis lässt sich sehen“, sagte Renkert. „Altbekanntes wurde hier optimiert“, meinte er und drückte seine Hoffnung aus, dass die Feuerwehr spätestens im kommenden Sommer in ihr neues Domizil umziehen kann.

Reinhold Gall versicherte sodann, dass er den Termin gerne wahrgenommen habe. Zwar sei er als Feuerwehrangehöriger und Landesinnenminister schon bei vielen Richtfesten für Feuerwehrhäuser gewesen, allerdings noch nie bei einem, wo das Gerätehaus vorher abgebrannt sei. Auch er habe die Ereignisse an diesem „schwarzem Tag“, dem 5. Juli, verfolgt.

Den Kandernern zollte er seine Bewunderung dafür, dass nur wenige Tage nach dem Brand, am 11. Juli 2013, der erste Vorschlag auf dem Tisch gelegen habe, wie es nun weitergehen soll, welche Entscheidungen erforderlich seien. „Alle beteiligten haben wirklich das Beste gegeben, um die Hürden so niedrig wie möglich zu halten“, lobte er das Kanderner Engagement.

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