Kandern „Nach dem Brand“ neues Konzept

Wahlen des Kommandanten und seiner beiden Stellvertreter: (v.r.) Jens Probst ist neuer zweiter stellvertretender Kommandant, Bernd Pichl trat nach 20 Jahren als erster Stellvertreter des Kommandanten nicht mehr zur Wahl an, Günter Lenke bleibt Kommandant, sein neuer Stellvertreter ist Matthias Puchtler. Foto: Silke Hartenstein Foto: Weiler Zeitung

Von Silke Hartenstein

Kandern. Bestens besucht war die Hauptversammlung der sieben Abteilungen von Kanderns Feuerwehr im Bürgersaal. Hinter ihnen liegt ein arbeitsreiches Jahr mit 145 Einsätzen, darunter 48 Ersthelfereinsätze. Dazu kamen 19 Zweitalarme. Insgesamt kam man auf 1700 Einsatzstunden.

Die Tagesalarmbereitschaft war jedesmal gegeben, wofür sich Kommandant Günter Lenke bei den Arbeitgebern der Feuerwehrleute herzlich bedankte. Es gab wenig Brände, stattdessen kämpfte man in Riedlingen, Wollbach und Holzen gegen zuviel Wasser. Im Rahmen der Überlandhilfe gab es Einsätze unter anderem beim Großbrand auf dem Lieler Erlenboden, dem Hochwasser in Hauingen und der Bergung einer abgestürzten Wanderin in Niedereggenen.

Wie Lenke feststellte, hat es im laufenden Jahr bereits 26 Einsätze gegeben. Umso mehr freute er sich über den Zuwachs: Die Zahl der Aktiven stieg um eins auf 191, der Altersdurchschnitt liegt bei 39 Jahren. An insgesamt 21 Lehrgängen bildeten sich Feuerwehrleute weiter, dazu kamen weitere Fortbildungen auf Kreisebene. Kanderns Jugendgruppe ist nun 22 Mitglieder stark, hier hatte man zwecks Werbung 800 Briefe an Kanderns Jugend verschickt und 17 Neumitglieder gewonnen. Auch in Wollbach wuchs die Zahl der Jungfeuerwehrleute um zwei auf zwölf. Beide Jugendgruppen nehmen Kinder ab acht Jahren auf.

Bei den Wahlen des Kommandanten und seiner zwei Stellvertreter wurde Kommandant Lenke wiedergewählt. Nach 20 Jahren Dienst als erster stellvertretender Kommandant trat Bernd Pichl nicht mehr an, an seine Stelle rückt nun Matthias Puchtler. „Wir haben uns blind vertrauen können“, dankte Lenke seinem scheidenden Stellvertreter Pichl. Pichl bleibt als Kommandant der Abteilung Sitzenkirch der Feuerwehr erhalten. Neuer zweiter stellvertretender Kommandant ist Jens Probst (vorher Puchtler).

Viel Zeit, so Lenke, brauchten 2014 die Planungen und Standortsuche für das neue Kanderner Gerätehaus. Die Idee eines gemeinsamen Domizils zusammen mit der Abteilung Riedlingen hat sich wieder zerschlagen. Nun bleibt man am alten Standort im Papierweg. Dort sollen diese Woche die Abbrucharbeiten beginnen.

Mit dem neuen Gerätewagen Technik für die Abteilung Kandern geht es voran, 179 000 Euro wurden hierfür in den Kanderner Haushalt 2014 eingestellt. Des weiteren wurden für 25 000 Euro Einsatzhosen und -jacken für die Abteilungen angeschafft, dies läuft 2015 weiter, auch gibt es demnächst 100 neue C-Schläuche.

Derzeit, so Lenke, liefen in Kandern viele Neubaumaßnahmen oder stünden zumindest demnächst an, auch in der Werksiedlung St. Christophorus. All das bringt der Feuerwehr mehr Arbeit. Neun Brandmeldeanlagen stehen aktuell in Schulen, Altenheimen und der Werksiedlung. 600 Arbeitsstunden investierten die Gerätewarte der Kanderner Abteilung, demnächst wird die Höhe der hierfür geleisteten Entschädigung neu geregelt.

Des weiteren werden der Verwaltung das neue Feuerwehrkonzept „Nach dem Brand“ vorgelegt, ein neues Feuerwehrlogo entwickelt und die Aufgabenverteilung zwischen den Kommandanten neu geregelt.

Gesamtfeuerwehr Kandern: Mitglieder: 191 Aktive

Jugendfeuerwehr: 34

Altersmannschaft: 106

Kontakt: www.feuerwehr-kandern.de

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