Kandern Nächster Schritt zur Ganztagsschule gemacht

Jennifer Ningel
Die Grundschule in Kandern soll für den Ganztagsbetrieb ausgebaut werden. Foto: Alexandra Günzschel

Die Stadt Kandern beauftragt das Planungsbüro LFP Architekten mit der Machbarkeitsstudie.

Die Stadt Kandern plant ein schulisches Ganztagesangebot für die Grundschulen in der Kernstadt und in Tannenkirch. Für die Machbarkeitsstudie soll das Planungsbüro „Lentz.Frings.Partner.Architekten“ (LFP Architekten) beauftragt werden. Bürgermeisterin Simone Penner erläuterte, dass das Büro bereits für die Sanierung der Kandertalhalle beauftragt wurde.

Maike Brackmann, Partner bei LFP Architekten, stellte das Büro den Gemeinderäten kurz vor und gab erste Informationen zu den Kanderner Grundschulen. Die Grundschule in Kandern habe eine gute Substanz und ausreichend Klassenzimmer für eine Zweizügigkeit, berichtete sie. Allerdings erkannte das Planungsbüro Verbesserungspotezial unter anderem im Bereich des Foyers und der Aula sowie allgemein mit der Eingangssituation. Die Grundschule sei nicht barrierefrei zugänglich, erläuterte Brackmann.

Die Tannenkircher Grundschule sei dagegen barrierefrei, bietet aber nur genug Klassenzimmer für eine Einzügigkeit im Bestand, berichtete die Architektin. Auch hier gebe es im Eingangsbereich und Foyer die Möglichkeit zur Verbesserung der Raumaufteilung. Weiterhin müsse das Dach repariert und saniert werden.

In Tannenkirch könne sich Brackmann eine Erweiterung in jede Richtung vorstellen. Bei der Kanderner Grundschule sehe das etwas anders aus. Dort solle eher an den bestehenden Anbau angebaut werden und nicht an das denkmalgeschützte Gebäude. „Ich finde es nicht gut, architektonisch an das Denkmal anzubauen“, erläuterte Brackmann. Die nächsten Schritte seien die Beauftragung der Architekten und Fachplaner sowie ein Vorentwurf, erläuterte die Architektin. Danach würden die Vor- und Nachteile abgewägt werden sowie eine Vorentscheidung getroffen.

Martin Schellhorn (Grüne) merkte an, dass die Grundschule in Tannenkirch relativ klein sei. „Wir haben in Wollbach ein wunderbares Schulhaus, dass wahrscheinlich größer wäre“, sagte er. Judita Kovac, Leiterin des Hochbauamts, erläuterte, dass die Fläche vielleicht etwas größer sei, es aber nicht mehr Räume gebe. Außerdem sei die Substanz nicht so gut wie in Tannenkirch. Die Alternative komme daher nicht in Frage.

„Die Zeit drängt etwas“, sagte die Bürgermeisterin bezogen auf die Förderungsmöglichkeiten. So gebe es eine Bundesförderung mit einem Anteil von 70 Prozent, die angestrebt werde. Sollte man diese nicht bekommen, sei nur eine Landesförderung möglich, die bei einem Satz von 20 Prozent liege. Der Gemeinderat stimmte mit einer Enthaltung der Erstellung einer Machbarkeitsstudie durch das Planungsbüro LFP Architekten zu. Hierfür sind im Haushalt 50 000 Euro eingeplant, auf die zugegriffen wird.

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