Bei den Aufgaben des Spiellaufs zum „30-Jährigen“ der Wollbacher Jungendwehr am Samstag ging es streckenweise recht nass zu. Aber der Feuerwehr-Nachwuchs ist es schließlich von seinen Übungen her gewohnt, auch mal ein paar Spritzer abzubekommen.

Von Walter Bronner

Kandern-Wollbach. 13 Jungmannschaften aus dem ganzen Landkreis absolvierten den kniffligen Parcours, und am Ende war es die Nachwuchstruppe aus Schopfheim, die von Wollbachs Abteilungskommandant Thomas Sütterlin den Siegerpokal in Empfang nehmen durfte.

Pokale gab es auch für die zweit- und drittplatzierten Mannschaften aus Atzenbach und Steinen. Urkunden konnte Wollbachs Jugendleiterin Anne Schneider zudem an die nächstplatzierten Teams aus Efringen-Kirchen, Liel, Utzenfeld, Gresgen, Malsburg-Marzell, Zell, Hüsingen, Eimeldingen, Fischingen und Bad Bellingen übergeben.

Zur Teilnahme eingeladen waren auch die Aktivkader aller Abteilungen der Stadt Kandern. Allerdings machten nur die Holzener mit, die somit das für den Sieger reservierte 30-Liter-Fässchen Bier konkurrenzlos gewannen.

Dafür absolvierten auch sie den etwa zwölf Kilometer langen Spiellauf durch Wollbachs Wald- und Feldflur, auf dem an zehn Stationen Geschicklichkeit gefragt war. Da gab es den „heißen Draht“, dann ein kurioses Kegelspiel mit Autoreifen, Kugelstoßen durch einen Feuerwehrschlauch, Gerätestapeln auf einer beweglichen Platte, Tennis mit Wasserbomben, Stahlkugelbalance, eine „Zimmermanns-Prüfung“ mit Hammer und Zange, ein Blinde-Kuh-Spiel, ein Quiz und Wagenrennen mit Wasserschöpfen. Gewertet wurde nach Zeitbedarf und Fehlerzahl.

Bei der Siegerehrung gab Sütterlin einen kurzen Abriss über die 30-jährige Geschichte der Jugendfeuerwehr, die von seinem Vater Markus Sütterlin gegründet wurde. Dass von den bisher 48 Jugendlichen bereits 36 für die Aktivwehr rekrutiert werden konnten und aktuell 25 noch dabei sind, waren für Ortsvorsteher Max Sütterlin und Kanderns Gesamtwehr-Kommandant und Kreisverbands-Vorsitzenden Günter Lenke überzeugende Belege für die Wichtigkeit erfolgreicher Nachwuchsarbeit. Beide flankierten ihre Gratulationen mit Kuverts, deren Inhalt die weitere Ausstattung der Jugendwehr ergänzen wird.