Kandern Präsentation fürs heimische Publikum

Für beste Unterhaltung sorgte der Musikverein Wollbach auf dem Forsthof von Manfred Wampfler. Foto: Reinhard Cremer Foto: Weiler Zeitung

Musikalischen und kulinarischen Genuss hatte der Musikverein Wollbach für seinen Open-Air-Abend im Wollbacher Forsthof von Manfred Wampfler versprochen – und auch gehalten.

Von Reinhard Cremer

Kandern-Wollbach. Drohten am Nachmittag noch dunkle Wolken, die auch in Wollbach Teile ihres feuchten Inhalts verteilten, zeigte sich der Wettergott am Abend – bis auf eine kurze Ausnahme – dann doch von seiner wohlwollenden Seite. Vorsichtshalber hatten die Konzertbesucher sich dennoch mit Regenschirmen ausgerüstet.

Wie schon bei früheren Veranstaltungen garantierte der Forsthof, den Manfred Wampfler erneut gerne zur Verfügung gestellt hatte, gediegene Atmosphäre. Bereits lange vor Beginn waren die Sitzbänke an den im Hof aufgestellten Tischen dicht an dicht besetzt. Die Erwartungen der Besucher an einen unterhaltsamen Abend wurden nicht enttäuscht.

Den Grund für diese Open-Air-Veranstaltung nannte der zweite Vorsitzende des Musikvereins, Thomas Kuckuk in seiner Moderation: Anlässlich des 150-jährigen Bestehens des Vereins im Jahr 2016 hatte das Orchester eine CD aufgenommen, deren Inhalt bisher vornehmlich auf auswärtigen Veranstaltungen aufgeführt worden war. Nun aber sollte auch das heimische Publikum in den Genuss dieser Stücke kommen.

Unterstützt wurde das Orchester dabei von vier Sängerinnen, die den Gesangsgruppen der 1940er Jahre, wie etwa den Andrew Sisters mit ihrem „geschmeidigen Gesang und den ornamentalen Gesangsschnörkeln“, so ein damaliger Kritiker, ernsthafte Konkurrenz machen konnten. Es waren dies auf der Wollbacher Bühne Damaris Arnold, Christina de Groote, Raija Kuckuk und Anuschka Laveccia sowie der Sänger Alexander Gottstein.

Unter der Leitung von Oliver Hauser präsentierte sich das mehr als 50-köpfige Orchester in glänzender Verfassung. Es dauerte nicht lang und schon war das Publikum von den Welthits der großen Bigbands wie der von Benny Goodman oder Bert Kaempfert, deren Sound das Orchester wahrhaft meisterlich traf, hingerissen.

Mit jedem Stück steigerte sich der Applaus im Hof. Die „Girlgroup“ nebst Sänger trug mit kleinen Choreografien und Accessoires das ihre zur Stimmungssteigerung bei.

Richtig Bewegung in das Publikum brachte das Orchester mit dem wohl bekanntesten Riff der Musikgeschichte aus „Smoke on the Water“ von Deep Purple. Aber gleichgültig, was Orchester sowie Sänger und Sängerinnen auch boten – stets trafen sie punktgenau den Nerv der Besucher. Eine kleine, durch die vielen aufgespannten Regenschirme sehr eindrucksvoll gestaltete Regenpause, feuerte die Stimmung eher noch an, als dass sie sie trübte.

In einer Rateshow-Einlage hatten der Landtagsabgeordnete Josha Frey, Pfarrer Werner Häffner und der Gesangvereinsvorsitzende Reinhard Greßlin die Anzahl von gespielten Medleys und deren Inhalte zu erraten. Eines der Medleys bestand aus bekannten Melodien zu Bondfilmen. Es gewann der Pfarrer.

Nicht übersehen werden beim Lob der Veranstaltung darf das Catering aus der Küche der „Engetalmühle“ in Wintersweiler. Unter anderem bot sie passend zum Forsthof „Sülze von der heimischen Wildsau“ an. Die Cocktailbar von Daniel Wyss, die auch alkoholfreie Cocktails im Angebot hatte, war zu fortgeschrittener Stunde dicht umlagert. Kurzum: Es passte alles zusammen.

So war es denn auch nur logisch, dass das Publikum Orchester und Gesangsformation gegen Mitternacht mit schon frenetisch zu nennendem Applaus nur unwillig von der Bühne abtreten ließ.

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