Kandern So viele Einwohner wie noch nie

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Wollbachs Ortsvorsteher Max Sütterlin hat sich auch ohne Neujahrsempfang Gedanken zum Jahreswechsel gemacht. Foto: zVg

Traditionell findet der Neujahrsempfang in Wollbach am Dreikönigstag statt. Doch auch in diesem Jahr muss die feierliche Zusammenkunft in der Kandertalhalle ausfallen. Ortsvorsteher Max Sütterlin hat sich deshalb in schriftlicher Form an die Wollbacher Bürgerinnen und Bürger gewandt.

Kandern-Wollbach. „Erneut können wir zu Beginn des neuen Jahres nicht in der gewohnten Art und Weise zusammenkommen und auf das zurück- und das vor uns liegende Jahr blicken“, bedauert Sütterlin und hofft nun darauf, dass die am 6. Januar 1989 begonnene Tradition im Jahr 2023 endlich fortgeführt werden kann.

Der Ortsvorsteher sieht den Jahreswechsel als eine „Zeit, das eine oder andere abzuschließen, Vergangenes wertzuschätzen, das Gute weiterleben zu lassen und aus dem Schlechten zu lernen“. Auch im Namen des Ortschaftsrats und der Ortsverwaltung bringt er seinen Dank zum Ausdruck „für vieles, was im Jahr 2021 trotz vorherrschender Pandemie-Bekämpfung möglich gemacht wurde“.

Rückblick

So seien die sogenannten Risikogruppen nicht allein gelassen, sondern umsorgt worden. Die Heranwachsenden konnten mit viel Extra-Aufwand in Kindergärten und Schulen betreut werden. Und sogar ein Ferienprogramm wurde organisiert.

Die Vereine haben im Rahmen der Hygienekonzepte Trainingseinheiten, Proben, Musikunterricht und sogar Konzerte stattfinden lassen. Nicht zuletzt wurden auch spezielle Corona-Hilfsmaßnahmen wie Schnelltestungen möglich gemacht.

„Die Personalveränderungen und Besonderheiten in Kindergarten und Schulen, aber auch im Hallen-Bereich haben sich gut entwickelt und sind gemeistert worden“, blickt Sütterlin zurück. Die Kommune habe für neue Errungenschaften und Verbesserungen im Ort gesorgt. Vieles konnte auch dank des ehrenamtlichen Engagements des Ortschaftsrats und anderer Helfer umgesetzt werden.

Erreicht werden konnten die Teilsanierungen im oberen Röttlerweg und in der Egisholzer Straße, die bauliche Fertigstellung und Inbetriebnahme des Breitbandnetzes – „von dem wir in Zeiten von Home-Office bestimmt profitiert haben“ – die Aufstellung weiterer Hundetoiletten zur Sauberhaltung der großen Wollbacher Gemarkungsfläche sowie Erneuerungen im Wegebau.

Wichtig dafür sei auch eine gute Kooperation mit der Stadtverwaltung und dem Bauhof gewesen. Aber auch im privaten Bereich hätten viele für ein gutes Miteinander und anderes mehr in Wollbach gesorgt.

Todesfälle und Geburten

„Leider mussten wir im vergangenen Jahr von 14 Mitbürgerinnen und Mitbürgern für immer Abschied nehmen, hatten aber erfreulicherweise auch zwölf Geburten und haben einwohnermäßig leicht zugelegt“, zieht der Ortsvorsteher Bilanz. Und so gibt es bei den Einwohnern einen neuen Höchststand von 1380 Wollbachern. Sieben Paare haben sich in Wollbach das Ja-Wort gegeben, davon sechs aus dem Dorf selbst.

Ausblick

Noch ist die Pandemie nicht überstanden, wie Sütterlin ausführt. Er hofft deshalb auf anhaltende Unterstützung für die lokalen Gastronomie- und Gewerbebetriebe, aber auch für die Vereine und andere Hilfsbedürftige in der Gemeinde.

„Im Kommunalbereich wurden – hauptsächlich in Folge der haushaltsmäßigen Corona-Auswirkungen – Projekte reduziert, aber im Rahmen des Programms ‚Entwicklung ländlicher Raum‘ haben wir um die Sanierung in der Kandertalhalle gerungen und hoffen nun auf deren erfolgreiche Umsetzung im neuen Jahr. Im vergangenen Jahr konnte immerhin die Planung durchgeführt und deren Verschiebung vermieden werden“, so der Ortsvorsteher.

Wollbachs Partnergemeinde Wollbach im bayerischen Landkreis Rhön-Grabfeld kann ihr 800-jähriges Bestehen frühestens im Jahr 2023 nachfeiern – entsprechend verschiebt sich ein längst geplantes Treffen der befreundeten Namensvettern. „In Erinnerung an unser Fest zum 1250-Jahre-Jubiläum fühlen wir mit unseren Freunden aus der Rhön“, bedauert Sütterlin die ausgefallenen Festivitäten.

„Rück- und ausblickend hoffen wir, im neuen Jahr wieder mehr wollen und dürfen zu können und weniger müssen zu müssen“, resümiert der Ortsvorsteher und zitiert abschließend Monika Minder mit den Worten: „Der Zauber der Hoffnung kennt unendlich viele Lichter, die sich nicht löschen lassen.“

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