Kandern Stadtwald macht 40 000 Euro Gewinn

Markus Adler
Der Kanderner Stadtwald erwirtschaftet ein kleines Plus. Foto: Otto-Jesko von Schröder

Otto-Jesko von Schröder vom Amt für Waldwirtschaft des Landkreises Lörrach hat im Verwaltungsausschuss in Kandern für 2022 einen positiven Abschluss für den Stadtwald präsentiert. „Es war ein positives Jahr trotz widriger Umstände“, fasste er zusammen.

Probleme gab es durch Personalmangel, Käferbefall und die Schäden durch die Trockenheit. Die Holzernte betrug etwa 6600 Festmeter, davon allerdings fast 2000 in zufälliger Nutzung – also ungeplant. Betroffen waren vor allem Fichte, Eiche, Buche, Tanne und Lärche. Der Plan wurde wegen der begrenzten personellen Kapazität nicht ganz erfüllt, die eigenen Waldarbeiter schafften nur etwa 4000 Festmeter.

Waldarbeiter schaffen nur etwa 4000 Festmeter

Mit Hilfe eines Unternehmers wurden weitere 1250 Festmeter geschlagen, was aber nur zu einem leicht erhöhten Preis im Vergleich zu den eigenen Waldarbeitern möglich gewesen ist. „Auf Basis dieser Erfahrungen kann ich nur empfehlen, auf die eigenen Mitarbeiter zu setzen. Das bietet die größtmögliche Flexibilität“, sagte von Schröder. Der restliche Einschlag von 1200 Festmetern wurde von Selbstwerbern im Brennholz-Geschäft erzielt.

Die Pflege des Bestands war vom Umgang mit dem Klimawandel geprägt, 2000 neue Bäume wurde gepflanzt, um Trocken- und Hitzeschäden zu kompensieren – meist Douglasie oder Eiche.

Bürgermeisterin Penner lobt die Arbeit im Wald

Dazu gab es Unterstützung für die städtische Kasse durch Förderung und durch Spenden. In Sitzenkirch hat die Stadt 1,5 Hektar Wald gekauft, um eigene Flächen abzurunden. „Wenn Sie im Wald nicht so einen guten Job machen würden, stünden wir schlechter da“, lobte Bürgermeisterin Simone Penner.

Bernhard Schirmer übernahm die Rolle des Ausblicks: Nach 40 000 Euro plus im Jahr 2022 erwartet der städtische Forst für 2024 noch einen Überschuss von 20 000 Euro. Grund sind die aktuell sehr erfreulichen Holzpreise für die Eiche. Allerdings fällt die Prognose sehr unsicher aus, denn die Inflation, der Konjunktureinbruch, steigende Preise und geplante Kürzungen bei den Förderungen sind viele Belastungen mit unbekanntem Ausgang.

7200 Festmeter sollen geschlagen werden, der Forst will 3000 Bäume neu pflanzen. Die Kultur soll auf 20 Hektar gepflegt werden, der Jungbestand auf 10,8. Für die Wegeunterhaltung stehen 32 500 Euro im Plan. Um den Weggang zweier Waldarbeiter und eine offene Stelle im Forst zu kompensieren, soll ein neuer Förster eingestellt und die Auszubildenden möglichst übernommen werden.

Auf großes Interesse stieß die Ankündigung von zwei Brennholzversteigerungen in Holzen (10. Februar) sowie in Sitzenkirch (Termin noch unbekannt). Ein dritter Termin wird gewünscht, hängt jedoch von den vorhandenen personellen Kapazitäten ab.

Weniger erfreulich war der große Sturmschaden an der L 134 bei Hammerstein im Frühsommer dieses Jahres. 24 Privatwaldbesitzer waren davon betroffen – leider lägen von dreien immer noch keine konkreten Daten vor, hieß es im Verwaltungsausschuss.

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