Kandern Technischer Ausschuss bringt Änderung auf Weg

Markus Adler
Das Pflegeheim wird in ein Wohnheim umgewidmet. Foto: zVg Foto:  

Die siebte Anpassung des B-Plans „Papiermatt I“ erfolgt im beschleunigten Verfahren.

Der Technische Ausschuss billigte den Entwurf zur siebten Änderung des Bebauungsplans „Papiermatt I“ und beschloss die Offenlage der Unterlagen. Der Gemeinderat Kandern wird in seiner Sitzung am Montag, 27. Mai, den endgültigen Entscheid auf den Weg bringen.

Hintergrund ist die Schließung des Alten- und Pflegeheims „Wohnpark an der Kander“, dessen Fortführung aufgrund eines großen Investitionsbedarfs als nicht mehr wirtschaftlich eingestuft worden sei, heißt es in der Vorlage. Das Internat „Black Forest Academy“ hat das Gebäude inzwischen gekauft und plant dort die Unterbringung von Schülern, die bislang auf verschiedenen Liegenschaften verteilt gewesen waren.

Der „Wohnpark an der Kander“ war bislang als Fläche für Gemeinbedarf ausgewiesen und soll nun für die geplante Nutzung als Wohnheim für Schüler wieder als allgemeines Wohngebiet umgewidmet werden. Die Änderung erfolge auch im Zusammenhang mit einer Erweiterung des Luise-Klaiber-Hauses, das sich ebenfalls im Geltungsbereich des Bebauungsplans befindet.

Die Nutzungsänderung gewährleiste eine Nachnutzung im Bestand und diene der Innenentwicklung, weswegen sie in einem beschleunigten Verfahren erfolgen könne. Dadurch entfalle die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit und der Behörden, die Korrektur des Flächennutzungsplan werde später nachgeliefert, und ein Umweltbericht sei nicht erforderlich, heißt es in der Vorlage weiter. Außerdem werde keine zusätzliche Fläche beansprucht, sodass keine negativen Auswirkungen auf relevante Schutzgüter zu erwarten seien. Auf ein eigenes Gutachten zum Artenschutz sei daher auch verzichtet worden. Maike Schnorbach und Birthe Fischer von der Stadtbau Lörrach zeigten im Technischen Ausschuss die Pläne und erläuterten, dass wegen der Überschreitung von Grenzwerten passiver Lärmschutz vorzusehen sei. Das erstaunte Johann Albrecht (Freie Wähler), der wissen wollte, was die Ursache dafür sei. Zur Antwort bekam er, dass der nächtliche Betrieb eines Kühlbelüftungssystems beim benachbarten Lebensmittelmarkt ausreiche, um den Schwellenwert von 40 db/A zu überschreiten. Mit Freude vernahmen die Ausschussmitglieder, dass alle Bäume auf der Fläche erhalten werden können und dass sich die Grundflächenzahl (GRZ) nur geringfügig erhöhe. Außerdem sei eine Begrünung hin zum Gewässer vorgesehen, hieß es.

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