Kandern Verbindungen ausbauen

Weiler Zeitung, 09.08.2018 22:00 Uhr

Auch das Thema Mobilität hat den Kanderner Gemeinderat bei seiner Klausurtagung beschäftigt. Im Fokus standen unter anderem der öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV), die Radwege und das Parken.

Kandern (sas). Ein Ziel ist laut Ergebnisbericht der LBBW Immobilien Kommunalentwicklung (KE) der weitere Ausbau des Busverkehrsangebots, etwa nach Norden in Richtung Müllheim. Es wurde daran erinnert, dass sich die Buslinie 54 zwischen Kandern und Brombach derzeit in der Testphase befindet und nur beibehalten wird, wenn die Bürger sie nutzen.

Ein gutes Angebot sei auch wegen der vielen Tagestouristen und der Lage in der Ferienregion Schwarzwald bedeutsam. So wurde auch angeregt, die Kurzstreckentarife anzupassen und mit dem Nachbarverbund Freiburg zu zu koordinieren. Vorgeschlagen wurde zudem, die ansässigen Unternehmen einzubinden (etwa durch Firmentickets), um den Umstieg auf den ÖPNV attraktiver zu machen.

Auch ein Elektroantrieb für die Busflotte kam zur Sprache. Geprüft werden solle auch, ob die Wirtschaftlichkeit durch kleinere Busse verbessert werden könne. Die Möglichkeit, Fahrräder mitführen zu können, sei elementar. Ruftaxen oder Rufbusse seien zur Ergänzung des Angebots denkbar. Ein Bürgerbus könnte zur Unterstützung von Personen mit eingeschränkter Mobilität dienen.

Straßennetz verbessern

Dem Ausbau des Radwegenetzes galt ein weiteres Augenmerk. Laut KE-Bericht wird eine lückenlose Verbindung zwischen den Ortsteilen angestrebt. Des Weiteren benötige es Fahrradstellplätze in ausreichender Zahl, und die Radwege sollten im Stadtgebiet an kritischen Stellen beleuchtet sein.

Die allgemeine Verbesserung des Straßennetzes wurde als wichtige Aufgabe der Stadt angesehen, im Besonderen die Ertüchtigung der Brücken an der Haupt- und Waldeckstraße sowie Verbesserungen am Papierweg, wo sich zahlreiche Einrichtungen befinden. Auch Querungsmöglichkeiten, unter anderem in Tannenkirch, waren Thema. Außerdem wünschten sich die Gemeinderäte, dass im öffentlichen Raum grundsätzlich Barrierefreiheit besteht.

Der ruhende Verkehr war ebenfalls Thema. Hierbei gelte es, das Parkierungsmanagement zu überdenken und ein Konzept zu erarbeiten, heißt es im KE-Bericht. Einige Räte stellten die Notwendigkeit der Parkplätze auf dem Blumenplatz in Frage.

Ein zentrales Projekt für Kandern ist natürlich auch die Reaktivierung der Kandertalbahn.

 
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