Kandern VHS-Leiter treffen sich in Kandern

Sie vertreten die Volkshochschulen in der Region: (von links) Bernd Crößmann (Bad Säckingen), Carina Wanowski (Wehr), Katrin Nuiro (Schopfheim), Eduardo Hilpert (mehrere VHS), Stephanie Krenze (Rheinfelden), Carola Barbisch (Oberes Wiesental), Christina Fräulin (Kandern), Tom Leischner (Weil am Rhein), Fatima Zobeidi-Weber (Wehr/Stellvertreterin), Martina Erdmann (Waldshut-Tiengen) und Harald Erbacher (Lörrach/Stellvertreter) mit Bürgermeisterin Simone Penner. Foto: Alexandra Günzschel Foto: Weiler Zeitung

Seit diesem Jahr ist die Kanderner Volkshochschule 100 Jahre alt. Dieses Jubiläum hätte eigentlich gebührend gefeiert werden sollen, was bisher jedoch nicht möglich war. Anlässlich des 100-jährigen Bestehens der VHS hat nun immerhin die Klausurtagung der VHS-Leiterinnen und -Leiter der Region Hochrhein in Kandern stattgefunden – zum ersten Mal seit langem wieder in Präsenz.

Von Alexandra Günzschel

Kandern. Zweimal im Jahr treffen sich die VHS-Leiter der Region, die sich über die Landkreise Lörrach, Waldshut und Konstanz erstreckt. Der Regionalverband mit zwölf Mitgliedern versteht sich als Sprachrohr gegenüber dem VHS-Landesverband. Dies erklärte vor Ort die Vorsitzende der Regionalversammlung und Leiterin der VHS Schopfheim, Katrin Nuiro.

Nur eine Ausstellung zum Jubiläum

Hoffnungsvoll hatte man in Kandern im vergangenen Herbst noch Pläne für das Jubiläumsjahr gemacht. Doch bisher mussten alle Veranstaltungen abgesagt werden, wie die Kanderner VHS-Leiterin Christina Fräulin gestern in einem Pressegespräch bedauerte. Immerhin soll die geplante Ausstellung zur Geschichte der VHS Kandern im Herbst nachgeholt werden. Fräulin bereitet sie zusammen mit ihrem Vorgänger Michael Koschmieder vor. Bis zu acht Leute können sich die Ausstellung, die Mitte Oktober eröffnet wird, nach derzeitigem Stand gleichzeitig ansehen. Darüber hinaus wird ein Online-Rundgang vorbereitet, um die Präsentation möglichst vielen Interessierten zugänglich zu machen.

Fördergelder für Digitalisierung beantragt

Die Aufarbeitung der Corona-Krise war denn auch das beherrschende Thema der Klausurtagung gestern in Kandern. Im Zuge einer geplanten Digitalisierungsoffensive hat man sich gemeinsam um Fördergelder beworben. Dabei geht es auch um eine bessere Ausstattung für eine „regionale Online-VHS“. Denn einige der Angebote über das Internet – sowohl regionale als auch überregionale – sollen auch nach der Pandemie beibehalten werden, wie Fräulin auf Nachfrage bestätigt. „Von vielen Teilnehmern werden diese Angebote gerne angenommen. Es gibt aber auch eine gewisse Scheu“, hat die VHS-Leiterin beobachtet.

Ein großes Problem für alle Volkshochschulen ist der Teilnehmer- und Dozentenschwund seit Pandemiebeginn. Weiterer Diskussionsstoff ergab sich deshalb aus der Frage, wie der Betrieb nach der Corona-Krise wieder anlaufen kann. Die Befürchtung ist groß, dass viele Dozenten sich während der Krise umorientiert haben, vor allem dann, wenn sie auf das Geld angewiesen waren.

Besonders gelitten hatte während der Pandemie der in Kandern stark vertretene Bereich der Gesundheitskurse. Diese konnten nur sehr begrenzt online angeboten werden. 60 Prozent Einnahmeausfälle verzeichnete die VHS Kandern im vergangenen Jahr. Und noch immer ist ungewiss, wie es weitergeht

Die Raumsituation in Kandern hat sich deutlich entspannt, seit im Notariat Platz für die VHS geschaffen wurde. Zu normalen Zeiten kommen in den neuen Räumen bis zu 20 Teilnehmer unter. Außerhalb der Schulzeiten werden darüber hinaus Klassenzimmer genutzt.

Bürgermeisterin Simone Penner lobte die tolle Teamarbeit bei der VHS Kandern. „Mehrfach mussten die Pläne für die Jubiläumsfeier umgestellt werden. Immer wieder wurden neue Konzepte erstellt“, erklärte die Bürgermeisterin, die sich nun auf die Ausstellung freut.

Sowohl Penner als auch Fräulin blicken mit „vorsichtigem Optimismus“ nach vorn. Mut macht vor allem auch die enge Zusammenarbeit der Volkshochschulen in der Region. Selbst ganz kleine Einrichtungen würden mitgenommen. Man motiviere sich gegenseitig weiterzumachen, hieß es.

Für die VHS-Leiter stand gestern noch eine Führung auf dem August-Macke-Rundweg mit dem Schauspieler Wigand Neumann auf dem Programm, bevor man sich bei einem Arbeitsessen noch einmal austauschen konnte.

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