Kandern Werbeaktion bringt 17 neue Jugendfeuerwehrleute

Die Kanderner Jugendfeuerwehr im Jubiläumsjahr 2014 Foto: Jugendfeuerwehr Kandern Foto: Weiler Zeitung

Kandern (len). 17 Neuaufnahmen konnte die Kanderner Jugendfeuerwehr vergangenes Jahr verzeichnen, wie Jugendgruppenleiter Matthias Meisinger bei der Mitgliederversammlung berichtete. Dies gelang durch eine Werbeaktion im ersten Halbjahr. Es wurden mehr als 800 Briefe an Jugendliche im passenden Alter verschickt. Weiterhin veranstaltete man spezielle Probeabende in den Ortsteilen, um die Jugendfeuerwehr vorzustellen. Die Jugendgruppe Kandern besteht nun aus 20 Jungs und zwei Mädchen im Alter zwischen neun und 14 Jahren.

Georg Arnold, Daniel Skoruppa, Kai Stüber und Kim Wagner absolvierten 2014 die Truppmannausbildung und wechselten in die Aktivwehr. Sie bleiben der Jugendfeuerwehr als Betreuer erhalten. Betreuer Mathias Wieber entschied sich, nach sieben Jahren mit der Jugendarbeit aufzuhören. Er wurde vom stellvertretenden Kreisjugendwart Mirco Lemic mit der Ehrennadel der Kreisjugendfeuerwehr ausgezeichnet.

Yannick Kübler und Niklas Hannig wurden zu Jugendsprechern gewählt. Sie haben die Aufgabe, Probleme unter den Mitgliedern zu klären und an bestimmten Versammlungen der Kreisjugendfeuerwehr teilzunehmen.

An insgesamt 40 Übungsabenden bereitete man die Nachwuchsretter spielerisch auf den aktiven Dienst vor. Zum ersten Mal veranstalteten die Floriansjünger 2014 einen Berufsfeuerwehrtag. Dafür richtete man sich im Gerätehaus in Feuerbach einen Schlafraum und einen Umkleideraum ein. Die Jugendlichen rückten zu fünf gestellten Einsätzen, etwa einem „Containerbrand“, aus. Im Sommer nahmen elf Jugendliche am Kreiszeltlager in Häg-Ehrsberg teil. Dort standen Workshops und Ausflüge an.

Nach dem offiziellen Teil der Versammlung wurde das 40-jährige Bestehen der Jugendgruppe gefeiert. Den rund 100 Anwesenden wurde ein unterhaltsames Programm mit Rückblick geboten. In einer „Jubiläumsschau“ wurde ein Interview mit den Gründungsmitgliedern Bernd Brohammer und Günter Lenke gezeigt. Weiterhin berichtete man von den Höhepunkten der letzten Jahrzehnte: Darunter der erste Platz bei der Leitungsspange, die Tiefenmessung des Flühwegweihers oder der Bau des Küchenwagens.

Bürgermeister Christian Renkert zeigte sich begeistert über die vielen Neuaufnahmen und dankte allen Verantwortlichen für die Jugendarbeit. Auch Kommandant Günter Lenke lobte das tolle Engagement, sprach aber auch die Krisenjahre an, welche die Jugendfeuerwehr hinter sich hat. So wurde der Jugendbus durch den Brand zerstört und die Mitgliederzahl sank eine Zeit lang stetig.

Kreisbrandmeister Christoph Glaisner betonte, dass die Jugendfeuerwehren längst kein Selbstläufer mehr seien, aber die Kanderner Jugendgruppe nach ihrer Werbeaktion „wieder gut da steht“. Wollbachs Jugendgruppenleiterin Anne Schneider und die Abteilungskommandanten Maik Lenke, Dietmar Wieber und Markus Büchelin überbrachten Glückwünsche, Geldgeschenke sowie Gutscheine.

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