Kandern Werbering im Aufwind

Herbert Frey
Arno Bosshard, Sven Quade, Birgt Schlegel, Michael Hauri, Maik Lenke, Katja Weh, Dietmar Gempp, Claudia Röder, Gerda Siewert und Florian Assenheimer bilden den Vorstand des Werberings Kandern, dem Bürgermeisterin Simone Penner eine große Dynamik bescheinigte (von links). Foto: /Herbert Frey

„Z’ Chander goht’s rund“ – das Motto des Städtlitags kann der Werbering Kandern auch über das gesamte Jahr 2022 stellen, in dem er nach zweijähriger Pandemiepause gleich wieder voll durchstartete: Zehn Betriebe gewann man neu hinzu.

Eines der neuen Mitgliedsgeschäfte, das Garten-Bistro im neuen Geschäftshaus an der Bahnhofstraße, war am Freitag Gastgeber der gut besuchten Hauptversammlung.

Rückblick

Im ersten Jahr unter halbwegs wieder normalen Rahmenbedingungen habe der Werbering die Events, für die Kandern bekannt sei, wieder auf die Beine gestellt, berichtete Vorsitzender Maik Lenke. Dabei habe man mutig und sehr erfolgreich auch neue Wege beschritten. Lenke dankte für die konstruktive Mitarbeit aller Akteure, insbesondere Schriftführerin Claudia Röder, die ihm den Rücken freihalte.

Den Städtlitag habe man bereits am Samstag vorher mit der Aufführung des „Jedermann“ durch die „Spielleyt“ kulturell eingeleitet. Auch die nostalgische Note, die ein zweitägiger hochwertiger Antikmarkt setzte, sei gut angekommen. Am Sonntag hätten Besucher wie Geschäfte dann der großen Hitze getrotzt. Eine gute Entscheidung sei die Abtretung der Bewirtung an die örtlichen Vereine gewesen, meinte Lenke. Der Werbering musste so weniger Personal aufbringen, während die Clubs wieder Einnahmen und Präsenz generieren konnten. Groß sei das Aufgebot der Helfenden dennoch gewesen, die unter anderem unzählige bunte Lampions ins Stadtbild zauberten.

Besonderen Wert auf ansprechendes Flair legte der Werbering auch bei der Weihnachtsstraße. Bereits eine halbe Stunde nach Eröffnung herrschte die gewohnte Enge auf der Hauptstraße und dem Blumenplatz, wo einige Speisen sogar ausverkauft gewesen seien. Auch an der Weihnachtsstraße bot man den Vereinen eine Bewirtungs- und Präsentationsplattform – eine Praxis, die nun dauerhaft beibehalten werden soll.

Gutscheine

Auf dem Weg zu noch mehr Social-Media-Präsenz sei man ein gutes Stück vorangekommen, schilderte Lenke, der Anja Funk dankte, die den digitalen Auftritt des Werberings federführend betreut.

Auch an digitalen Gutscheinen arbeite man. 2022 galt es erst einmal, die beliebten Gutscheine, deren Verkauf in der Pandemie nahezu zum Erliegen gekommen war, wieder unter die Leute zu bringen, so der Vorsitzende. Auch dabei hatte man Erfolg: Immerhin 948 der von Sabine Kluge und Detlef Berger verwalteten Gutscheine gingen wieder über die Ladentheke, berichtete Birgit Schlegel in Vertretung des später zur Versammlung stoßenden Kassierers Florian Assenheimer. Damit ist das Niveau der Zeit vor Corona, als man auf rund 2000 Gutscheinverkäufe pro Jahr kam, aber noch nicht wieder erreicht.

Finanziell, das ging aus dem Kassenbericht hervor, wurde im Jahr 2022 solide gewirtschaftet.

Zusammenhalt

Die Zahlen, so Lenke , sprechen für sich: Trotz Pandemie gewann man 2022 zehn neue Geschäfte als Mitglieder hinzu, nur zwei habe man verloren, so dass der Mitgliederstand auf 68 erhöht werden konnte. Im laufenden Jahr halte dieser Trend mit zwei weiteren Eintritten und einem Interessenten unvermindert an. Wenn der Werbering helfende Hände benötige, würden ihm diese nicht verwehrt: Ob Mitglieder, Anwohner, Bauhof, Elektrizitätswerk Bissinger, Stadtverwaltung oder Vereine – auf alle könne sich der Werbering verlassen, freute sich Lenke, der auch seiner Stellvertreterin Katja Weh dankte, die im Hintergrund sehr viel leiste. Von einer guten Zusammenarbeit und einer „Win-Win-Situation“ sprachen auch Bürgermeisterin Simone Penner sowie Volker Wagner von den Kanderner Hexen im Namen der Vereine in ihren Grußworten.

Wahlen

Vorsitzender Maik Lenke; Schriftführerin Claudia Röder; Beisitzer Arno Bosshard, Sven Quade, Alexander Schlegel (alle wie bisher) und Dietmar Gempp (für Ilka Kuenzer). Die Zahl der Beisitzer wurde um zwei reduziert, indem die ausscheidenden Yannik Heckel und Regina Grüber nicht ersetzt wurden. Regina Grüber wurde für ihr zehnjähriges engagiertes Wirken im Vorstand gewürdigt.

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