Kandern Wetter und Corona getrotzt

Kandern - Mit gleich zwei großen Herausforderungen sah sich der Kanderner Keramikmarkt am Wochenende konfrontiert. Zum einen machte die Corona-Krise Anpassungen erforderlich, zum anderen wollte das Wetter größtenteils nicht mitspielen. Und trotzdem – der Markt wurde ein Erfolg.

Das Thema Corona haben die Veranstalter durch eine entsprechende Organisation und ein Hygiene-Konzept in den Griff bekommen. Mit rote-weißem Flatterband haben sie den Blumenplatz ringsherum abgesperrt, so dass sämtliche Besucher den Markt an einem festgelegten Eingangsbereich betreten. Dort nimmt sich jeder aus einer großen Schüssel einen kleinen Plastikchip, der beim Ausgang wieder abgegeben und desinfiziert wird. Auf diese Weise kann genau kontrolliert werden, wie viele Besucher sich auf dem Gelände aufhalten, so dass die Obergrenze von 300 gleichzeitig anwesenden Besuchern nicht überschritten wird.

Auf dem Verkaufsgelände selbst wird auf die Einhaltung des Mindestabstands sowie das Tragen von Masken geachtet.

Hinsichtlich des nassen und kühlen Wetters sind die Organisatoren auf das Interesse der Besucher angewiesen. Und diesbezüglich zeigt sich, dass sich der Kanderner Keramikmarkt einer so großen Beliebtheit erfreut, dass Wind und Wetter der Veranstaltung nichts anhaben können. In dicke Jacken gehüllt und mit Regenschirmen ausgestattet, schlendern Besucher aus dem gesamten Dreiländereck von Stand zu Stand. Tassen, Teller, Vasen, Formen und Töpfe in allen Größen, Farben und Formen – und natürlich alle aus Keramik – wechseln den Besitzer.

Untermalt wird die entspannte Stimmung von den Klängen der Keramik-Okarinas, die besonders auch beim jüngeren Publikum gut ankommen.

Mit Resonanz zufrieden

Nach der Resonanz gefragt, reicht das Fazit der Verkäufer von „sehr gut“ über „besser, als gedacht“ bis hin zu „super“. Den positiven Tenor bestätigt auch Mitorganisatorin Beatrix Sturm-Kerstan. Gerade angesichts der Kälte und des Regens sei sie sehr zufrieden. Der Keramikmarkt werde gut angenommen, freut sie sich, was auch daran liege, dass sich die Leute vor dem Hintergrund der vielen coronabedingten Absagen nach Veranstaltungen dieser Art sehen.

Der ganz subjektive Eindruck bestätigt diese Einschätzung. Die Besucher genießen es trotz aller Widrigkeiten, sich an den Verkaufsständen umzuschauen und mit den Verkäufern, oder mit Freunden, die man zufällig trifft, ein Schwätzchen zu halten. Und so zeigt sich, dass der Keramikmarkt mehr ist, als eine Einkaufsmöglichkeit – er ist ein gesellschaftliches Ereignis

Der einzige kleine Wermutstropfen ist, dass das gastronomische Angebot coronabedingt zurückgefahren werden musste. Eine heiße Wurst oder eine Tasse Kaffee zum Aufwärmen findet sich aber dennoch – und am Sonntagnachmittag wird das Wetter zeitweise dann doch noch ein bisschen besser.

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