Kandern „Wunderbares Konzertprogramm“

Oliver Hauser leitet den Musikverein Wollbach Foto: zVg Foto: Weiler Zeitung

Der Musikverein feiert in diesem Jahr sein 150-jähriges Bestehen. Ein weiterer Höhepunkt im Jubiläumsjahr wird das Doppelkonzert am Sonntag in der Stadtkirche Kandern mit dem Verbandsjugendorchester Hochrhein sein. Im Interview mit Alexandra Günzschel verrät Dirigent Oliver Hauser, was die Besucher erwartet – mit einer Ausnahme.

Herr Hauser, der Musikverein Wollbach lädt am Sonntag zu seinem Jubiläumskonzert in die Stadtkirche Kandern ein. Mit dem Programm soll auch auf das Gründungsjahr des Vereins - 1866 - Bezug genommen werden. Wie ist das zu verstehen?

Wir haben uns überlegt, wie wir auch bei diesem Konzert Bezug nehmen können zu unserem Jubiläumsjahr, denn alle Anlässe, welche wir in diesem Jahr gestalten, sollen in einer möglichst direkten Weise mit unserem Geburtstag in Verbindung stehen. Aus dieser Überlegung heraus kristallisierte sich dann nach langem Recherchieren ein ganz wunderbares Konzertprogramm heraus. Die Werke, welche im zweiten Konzertteil gespielt werden, sind alle eng mit dem Jahr 1866 verknüpft.

Die Ouvertüre zum Musiktheater „Tsar Boris“ stammt aus der Feder des russischen Komponisten Vasily Kalinnikov, welcher im Jahre 1866 das Licht der Welt erblickte – eine bezaubernde Musik, ganz im Stile der Romantik.

Zu Edvard Griegs Klavierkonzert in A-Moll, dem Hauptwerk dieses Abends, waren im Jahr 1866 bereits erste Skizzen des Komponisten angefertigt, bevor er das Werk 1868 vollendete. Für die Aufführung dieses großen und äußerst anspruchsvollen Werks, sowohl für das Orchester als auch für die Solistin, konnten wir die hervorragende, aus Polen stammende Pianistin Paulina Maslanka gewinnen. Wir freuen uns sehr, dieses außergewöhnliche Werk mit einer solch versierten Pianistin aufführen zu können.

Das dritte und letzte Werk dieses Abends stammt wiederum aus dem Jahr 1866, mehr möchte ich dazu aber nicht verraten…

Wie lange hat der Musikverein Wollbach für das Konzert geprobt?

Wir haben im März dieses Jahres mit den Proben begonnen. Die Zeit war knapp, da wir Ende Januar unser großes Jubiläumskonzert hatten. Einmal mehr zeigt sich wiederum, was mit Fleiß, Disziplin und Willen alles zu erreichen ist.

Beim Doppeljubiläumskonzert ist auch das Verbandsjugendorchester (VJO) Hochrhein mit dabei. Wie kam es zu dieser Kooperation?

Der Musikverein Wollbach ist mit dem VJO Hochrhein seit vielen Jahren eng verbunden, vor allem wohl deshalb, weil einige junge Musikerinnen und Musiker aus Wollbach seit langer Zeit im VJO mitspielen und das VJO auch schon einige Konzerte in Wollbach ausgetragen hat.

Darüber hinaus schätze ich den Dirigenten Julian Gibbons sehr. Wir kennen uns seit dem Jahre 2000, damals sind wir uns bei einem Wettbewerb in Saas Fee begegnet. Wir waren beide junge Dirigenten voll Feuer und Leidenschaft für die Musik.

Was wird das Jugendorchester zum Kirchenkonzert beitragen?

Das Verbandsjugendorchester Hochrhein wird das Konzert mit der „Festlichen Ouvertüre op. 96“ von Dimitri Shostakovich eröffnen.

Daran schließt sich ein Konzert für vier Hörner unter dem Titel „Humperdinck Variationen“ an. Dieses Werk wurde im Auftrag des VJO von Bert Appermont geschrieben und im Jahr 2015 vom Verbandsjugendorchester uraufgeführt. Den Abschluss des ersten Konzertteils bildet das Werk „Angels in Architecture“ von Frank Ticheli, eine Komposition, welche ganz hervorragend in einen Kirchenraum passt.

Jubiläumsdoppelkonzert am Sonntag, 8. Mai, um 17 Uhr in der evangelischen Stadtkirche in Kandern. Freier Eintritt.

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