Neuenweg Großbrand: Elf Verletzte und etwa eine Million Schaden

Petra Martin
Ein Großaufgebot von bis zu 140 Kräften war zu Spitzenzeiten bei der Brandbekämpfung auf den Belchenhöfen vor Ort.                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                      Foto: Gudrun Gehr

Erste Bilanz zum Feuer bei den Belchenhöfen am Mittwoch

Kleines Wiesental-Neuenweg -  Bei dem Brand am Mittwochmittag in Neuenweg wurden nach neuesten Erkenntnissen elf Menschen mit leichten Rauchgasvergiftungen behandelt, zwei davon wurden nach Polizeiangaben vorsorglich in ein Krankenhaus gebracht. Die Höhe des Sachschadens schätzt die Polizei „vorsichtig“ auf etwa 750 000 bis 1 000 000 Euro.

Über die Brandursache liegen keine neueren Erkenntnisse vor. Die Polizei hat das Gebäude beschlagnahmt, das Polizeirevier Schopfheim führt die weiteren Ermittlungen.

Einsatzkräfte stark gefordert

Der Brand bei den Belchenhöfen hat alle Einsatzkräfte im Kleinen Wiesental stark gefordert. „Ein Einsatz in dieser Dimension ist schon außergewöhnlich“, bilanzierte Feuerwehrkommandant Thorsten Hornsteiner. „Das war kein alltäglicher Einsatz.“

Umso erfreulicher war für die Wehr, dass alles reibungslos klappte. „Das Zusammenspiel zwischen den einzelnen Abteilungen hat sehr gut funktioniert“, resümierte Hornsteiner am Tag nach dem Brand zufrieden.

Brandwache bis zum nächsten Morgen

Die Feuerwehr war noch bis um 9 Uhr morgens am Tag nach dem Brand vor Ort. Die Brandwache war nötig, weil Glutnester immer wieder zu rauchen und zu brennen begannen. Sechs Leute seien ständig an der Brandstelle gewesen.

Die Vollsperrung der Talstraße (Landstraße 131), um die sich die Straßenmeisterei Schönau kümmerte, wurde gegen 1 Uhr nachts aufgehoben, die Straße war aber noch am Nachmittag nach dem Brand halbseitig gesperrt.

Vollsperrung nachts aufgehoben

Zu Spitzenzeiten befanden sich während der Löscharbeiten bis zu 140 Kräfte vor Ort. Die Feuerwehr Kleines Wiesental war mit allen Abteilungen im Einsatz, außerdem waren die Feuerwehren Schopfheim und Schönau mit von der Partie und die Feuerwehr Lörrach mit dem Gerätewagen Atemschutz. Die Hasler Wehr löste dann die Lörracher Wehr mit dem Atemschutz ab.

Auch das DRK (neun Helfer), die Polizei, die Gemeindeverwaltung und das THW (elf Helfer) waren mit im Einsatz; logistische Unterstützung leistete der Werkhof. Der Kreisbrandmeister und sein Stellvertreter waren als Berater vor Ort.

Feuer im Ökonomietrakt ausgebrochen

Das Feuer sei im Ökonomietrakt ausgebrochen. Als die ersten Kräfte vor Ort eintrafen, seien die Flammen schon aus dem Dach geschlagen, teilte Feuerwehrkommandant Hornsteiner mit. Die erste Priorität bei den Arbeiten lag bei der Erkundung, ob sich noch Menschen in dem Trakt befanden.

Als dies definitiv ausgeschlossen werden konnte, begannen die Feuerwehren, die umliegenden Gebäude zu schützen, danach erfolgte die eigentliche Brandbekämpfung. Diese wurde im weiteren Verlauf der Löscharbeiten auf das Dach des Wohnhauses ausgedehnt, das ebenfalls vom Feuer erfasst wurde.

Der Dachstockbereich des Ökonomietrakts sei, berichtet Thorsten Hornsteiner. Es seien Sicherheitsmaßnahmen eingeleitet worden, damit das Gebäude stehenbleiben kann. Im Wohnbereich sei das Dach abgebrannt. Das Haus sei aufgrund des Löschwassers nicht bewohnbar.

Kinder in anderen Gebäuden untergebracht

Die Kinder seien in anderen Gebäuden der Jugendhilfeeinrichtung untergebracht worden. Man habe noch Gegenstände, Akten und Unterlagen aus der Verwaltung gesichert. Man habe viel Glück gehabt, so Hornsteiner, weil weder Menschen- noch Tierleben zu beklagen gewesen seien.

Auch nach dem Brand hatten die Feuerwehrkräfte noch viel zu tun. Das Löschwasser, das aus der Belchenwiese und einer dortigen Staustelle stammte, muss dem Klärwerk zugeführt werden. Der Fachberater Umwelt des Landratsamts war bei dem Brand ebenfalls vor Ort.

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