Kleines Wiesental Feuerwehrexperte wird zu Rate gezogen

Feuerwehr Kleines Wiesental im Einsatz. Foto: Gerald Nill

Kleines Wiesental (gni). Zwischen der Gemeinde Kleines Wiesental und der Feuerwehr gab es zuletzt kontroverse Diskussionen, was die Ausstattung der Rettungskräfte betrifft. Ein verunfallter Feuerwehrwagen, der sich inzwischen als wirtschaftlicher Totalschaden herausgestellt hat, verschärft die Situation. Ein Feuerwehrberater soll nun eingeschaltet werden, um den grundsätzlichen Bedarf an Einsatzkräften zu ermitteln.

Nach dem Unfall des Feuerwehrfahrzeugs bei der Anfahrt zu einem schweren Verkehrsunfall mit einem Toten am Hau konnte Bürgermeister Gerd Schönbett im Gemeinderat berichten, dass die Einsatzkräfte in dem demolierten Einsatzfahrzeug glimpflich davon gekommen seien. Nur ein Feuerwehrmann musste mit Verdacht auf Gehirnerschütterung ins Krankenhaus.

„Aber das Einsatzfahrzeug ist ein wirtschaftlicher Totalschaden, wie sich jetzt herausgestellt hat“, berichtete der Bürgermeister. Deshalb müsse Ersatz beschafft werden. Auch das zweite Fahrzeug der Feuerwehr Tegernau ist aufgrund eines technischen Defekts nicht einsatzbereit.

Im Oktober will Schönbett die Frage klären, ob die großen Investitionen der Gemeinde aus dem Ausgleichsstock in zwei neue Fahrzeuge gesteckt werden sollen. Denkbar sei, dass ein Feuerwehrfahrzeug und ein Wagen für den Werkhof angeschafft werden oder gleich zwei Feuerwehrautos. Klar sei, dass nicht zuletzt wegen der langen Lieferzeit erst in zwei Jahren mit der Auslieferung gerechnet werden könne.

Gemeinderat Nicolai Schwald wünscht sich nähere Informationen zur Meinungsbildung, welche Varianten bei Neu- oder Gebrauchtfahrzeugen der Feuerwehr denkbar seien. Ende Oktober soll in Tegernau die Entscheidung fallen, ob und welche Fahrzeuge angeschafft werden. Grundsätzlich wurde der Gemeinderat bei der Frage, wie die Feuerwehr künftig im Kleinen Wiesental aufgestellt sein soll.

Um eine Antwort zu finden, wurde eine Arbeitsgruppe, bestehend aus vier Feuerwehrleuten und vier Vertretern aus Verwaltung und Gemeinderat, gebildet. Das Gremium beschloss, externen Sachverstand einzuholen, um einen Feuerwehrbedarfsplan erstellen zu lassen.

Zwei Beratungsbüros und ein Einzelberater wurden hierzu kontaktiert. Im Gemeinderat berichtete Abteilungskommandantin Pia Asal, wie sich das Gremium „in einer sehr kontroversen Diskussion“ schwer getan habe, einen gemeinsamen Weg festzulegen. Letztlich sei bei der Abstimmung eine knappe Mehrheit für den Freiburger Branddirektor Ralf-Jörg Hohloch herausgekommen, der auch das preisgünstigste Angebot für einen Feuerwehrbedarfsplan im Kleinen Wiesental für 2022 bis 2027 abgegeben hatte. Die Gemeinderäte gingen den Weg mit und bewilligten 8900 Euro an Beraterkosten für Hohloch.

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