Kleines Wiesental Filmabend mit bewegter Diskussion

Rund 300 Besucher kamen zur Vorführung des Films „End of Landschaft - Wie Deutschland sein Gesicht verliert“ in die Tegernauer Mehrzweckhalle. Foto: zVg

Kleines Wiesental-Tegernau - In der nahezu vollbesetzen Mehrzweckhalle in Tegernau erlebten über 300 Besucher am vergangenen Freitag einen bewegenden Filmabend zum Thema Windenergie.

Eingeladen hatten die Bürgerinitiativen aus den von Windkraft-Planung und Windkraft-Ausbau betroffenen Gebieten des Südschwarzwalds. Gezeigt wurde der Kino-Dokumentarfilm des Journalisten und Filmemachers Jörg Rehmann mit dem Titel „End of Landschaft - Wie Deutschland sein Gesicht verliert“.

Große Betroffenheit löste bei den Zuschauern die bereits weit fortgeschrittene Verschandelung eines großen Teils der deutschen Landschaften durch die bestehenden über 30 000 Wind-Industrieanlagen aus, bei der die Interessen von Bevölkerung und Natur größtenteils unberücksichtigt blieben, wie es in einer Pressemitteilung der Veranstalter heißt.

Aushebelung demokratischer Grundrechte

In dem Film wird angeprangert, dass beim Ausbau der Windkraft in Deutschland Rücksichtslosigkeit und die Aushebelung demokratischer Grundrechte zum Tragen kommen; dies fand in der nachfolgenden bewegten Diskussion beim anwesenden Publikum seinen Niederschlag. Parallelen wurden nach Darstellung einiger Teilnehmer deutlich. So zum Beispiel bei der Planung und Errichtung von Windkraftanlagen auf dem Rohrenkopf. Die Befürchtung vieler Besucher auf ein ähnliches Vorgehen bei den Planungen für die Windkraftanlagen auf dem Höhenzug des Zeller Blauen wurde sichtbar, als ein Gersbacher Bürger in deutlichen und eindringlichen Worten seine Erfahrungen beim Bau der dortigen Anlagen schilderte.

Die ausrichtenden Bürgerinitiativen sehen sich auch nach dieser Veranstaltung in ihrem Vorgehen bestätigt, mit umfangreichen Informationen zur sehr komplexen Thematik von Energie-Gewinnung und Versorgung die notwendige Transparenz und das Verständnis bei den Menschen hervorzurufen. Kritisiert wird laut Pressemitteilung vor allem die nach wie vor nicht erkennbare Offenheit gegenüber den Bürgerinnen und Bürgern vor Abstimmungen und behördlichen Genehmigungsbeschlüssen.

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