Mit einer gemeinsamen Präsentation durch Vertreter der Gemeindeverwaltung, des Naturparks Südschwarzwald, des Schwarzwaldvereins mit seinen Wegewarten und des Tourismusvereins wurde der neue Wanderführer des Kleinen Wiesentals vorgestellt.

Kleines Wiesental (hf). Das handliche Büchlein enthält auf knapp 60 Seiten die Beschreibung von 18 Rundwanderwegen – davon viele kinderwagentauglich – durch die Naturschönheiten der acht Ortsteile. Zu allen Wegen sind die Strecken genau dokumentiert. Die Beschreibungen enthalten auch Angaben über die Länge des Weges in Kilometern, die Höhenmeter, die durchschnittliche Steigung, die Startpunkthöhe, den Schwierigkeitsgrad sowie einen Hinweis, ob die Wanderung für Kinderwagen geeignet ist oder nicht.

Der Wanderführer wurde vom Naturpark Südschwarzwald mit rund 30 000 Euro gefördert. „Das Projekt hatte eine schwere Geburt“, erzählte Regina Melch vom Naturpark. Da in einem ersten Förderantrag sieben Wege aufgeführt waren, die in einem zweiten Antrag auf 18 Wege erweitert wurden, mussten die Antragsfristen mehrfach verlängert werden. Daniela Dürr, Tourismusbeauftragte der Gemeinde, bestätigte den enormen Aufwand, der für die Erstellung des Büchleins betrieben werden musste. Sie selbst hatte jeden der 18 Rundwanderwege „abgelaufen“ – immerhin zusammen 130 Kilometer – und hatte sich Gedanken über die Platzierung der Wegweiser, deren Ausrichtung und über die hierfür benötigten Pfosten gemacht.

In der Gemeinde wurden 220 Routenschilder, rund 120 Hinweisschilder des Schwarzwaldvereins sowie 60 neue Pfosten angebracht. Bürgermeister Gerd Schönbett stimmte zu. „Das Konzept für den Wanderführer war einfach, aber die Lösung für die vielen Detailfragen war schwierig.“ Er dankte Daniela Dürr und wies darauf hin, dass viele der Wege ortsteilübergreifend konzipiert sind und so das Kleine Wiesental den Wanderern in seiner Gesamtheit nahebringen würden. Rudi Maier, Bezirksvorsitzender des Schwarzwaldvereins, hob die gute Zusammenarbeit zwischen Gemeinde und Verein hervor. „Nur wenn das Zusammenspiel so funktioniert wie hier, ist ein dauerhafter Erfolg gesichert.“ Der Wanderführer ist gegen eine Schutzgebühr von drei Euro beim Meldeamt der Gemeinde erhältlich. Er soll auch über die Gastronomie und die Vermieter den Feriengästen angeboten werden. Regina Melch und Daniela Dürr berichteten, dass der Wanderführer bei der Regio-Messe vorgestellt werden soll.