Kleines Wiesental Kinder entdecken ihre Kreativität

Ein Tanz wird einstudiert. Fotos: Gudrun Gehr Foto: Markgräfler Tagblatt

Erneut hatte Pilar Buira Ferre auf den Rosenhof in Schwand eine Woche lang zum Sommertanz- und Musikcamp für Kinder und Jugendliche eingeladen.

Von Gudrun Gehr

Kleines Wiesental-Tegernau. Mittlerweile hat sich der Kulturraum Rosenhof als angesagtes Zentrum für zeitgenössischen Tanz in Südbaden einen Namen gemacht. Seit Montag werden dort in zwei Workshops insgesamt 24 Teilnehmer im Alter von drei bis 14 Jahren spielerisch an Tanz und Musik herangeführt. „Die Farbe des Tanzes“ lautet das Thema des Kinderworkshops.

Unter Leitung der beiden Pädagogen Lisa Marie und Tom Lugo aus München sollen die kleinen Tänzer und Sänger ihre musikalische Kreativität entdecken und die Grundformen des Tanzens in der Gruppe Gleichaltriger spielerisch erlernen. Höhepunkt der beiden Kurse ist die öffentliche gemeinsame Schlussvorführung am heutigen Freitag, 16. August, um 18 Uhr auf der Open-Air-Bühne im Park des Rosenhofs, bei der beide Altersgruppen das Erlernte präsentieren.

Die Vorschulgruppe wurde von Kursleiter Tom Lugo, einem Montessori-Kinderpädagogen und Mitarbeiter einer Krabbelgruppe, geleitet. Lugo hat die CD „Tom Lugos Abenteuer Musik - Spaß und Mitmachlieder für Kinder“ herausgebracht.

Der Workshop war von seinen aktuellen Kinderliedern inspiriert. Die acht kleinen Kursteilnehmer in seiner Gruppe lauschten mucksmäuschenstill seinen Geschichten und setzten diese sodann in Sing- und Bewegungsspiele um.

Schoko-Suppe ausgelöffelt

So hörten die Kleinen atemlos der lehrreichen Geschichte von der „Schoko-Gitarre“ zu und lernten nebenbei die Einzelteile des Instrumentes kennen. In der Geschichte, die von einem geizigen Besitzer handelte, bestand die Decke der besagten Gitarre aus Vollmilch- und deren Korpus aus Zartbitterschokolade. Die Wirbel der Gitarre waren mit Gummibärchen belegt und auf den Saiten klebte der Lakritz. Die Gitarre schmolz im heißen Stau auf der Autobahn, und alle Stau-Geschädigten duften die Schoko-Suppe aus dem Gitarrenkoffer auslöffeln. Lebendige Musikerziehung mit Rhythmus-Lehre erlebten die Kleinen beim gemeinsamen Trommeln. Und sie lernten hier die Regel Nummer eins: „Es wird erst gespielt, wenn man dran ist.“ Zum Abschied des täglichen Workshops gab es ein neues Bewegungsspiel: Die Kinder mussten sich überlegen, auf welche Weise jeweils Augen, Nase, Schultern, Arme, Hände und Füße wortlos „Tschüss“ sagen, und so wurden entsprechende kreative Ideen und Bewegungen entwickelt.

Die Gruppe der Größeren leitet Lisa Marie Lugo, Sportwissenschaftlerin und Tanzpädagogin. Sie ist Dozentin in der Akademie Montessori Biberkor. Anhand des Buchs „Die Königin der Farben“ von Jutta Bauer sollen die Kinder an jedem Tag des Workshops Ideen entwickeln, was im Schloss der Königin geschieht. Jeder Tag erhielt eine Farbe zugeordnet und die Kinder bestimmen Tanzszenen, die der Farbe zugeschrieben werden. Malwida, die Königin der Farben, erhielt so Besuch von gelben Zitronen, von Löwenzahn und von kleinen Schmetterlingen oder von blauen Flüssen und vom Himmel. Auch wussten die Kinder, dass im Schloss Katzen, Mäuse und Pferde wohnen, und sie entwickelten zur selbst geschaffenen Choreografie kreative Bühnenfiguren. Bei den Workshops lernen die Kinder und Jugendlichen, die eigenen Ideen mit ihrem Körper durch Tanz auszudrücken.

Die Kinder freuen sich auf die Präsentation des Erlernten, des kreativ Erarbeiteten, und der eigens geschaffenen Lieder. Die Besucher der Schussvorstellung am heutigen Freitag dürfen gespannt sein, welche Ideen die Kinder weiterentwickelt und mit Freude und Talent umgesetzt haben. Die kleinen Workshop-Teilnehmer freuen sich auf zahlreiche Gäste der Schlussvorführung.

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