Kleines Wiesental Sanierungsbedarf beim Wanderwegenetz

Elke Monse präsentierte den Ortschaftsräten aus Bürchau und Neuenweg am Dienstagabend ihre Pläne zur Instandsetzung und Ausstattung des Wanderwegenetzes. Foto: Gudrun Gehr

Kleines Wiesental-Neuweg - Erstmals seit Jahren haben am Dienstagabend die Ortschaftsräte aus Bürchau und Neuenweg gemeinsam getagt. Die Sitzung, die im Feuerwehrsaal in Neuenburg stattfand, wurde von der Bürchauer Ortsvorsteherin Katharina Matzken moderiert.

Grund der gemeinsamen Sitzung war, dass die Referentin des Abends, Elke Monse aus Neuenweg, das alte Wanderwegenetz unter die Lupe genommen hatte.

Initiative Wegle

In einer Präsentation zeigte sie die neuralgischen Punkte des Wegwandernetzes. Eine Seniorengruppe, die sich bislang um die Wanderwege kümmerte, ist nicht mehr aktiv.

Um eine aktuelle Bewertung vornehmen zu können, ergriff die 37-jährige leidenschaftliche Wanderin die Initiative und marschierte das 70 Kilometer umfassende Rundwanderwegenetz von Neuenweg ab. Dabei stellte sie fest, dass die Kennzeichnung der Wege lückenhaft oder gar nicht vorhanden, die Beschilderung oft verwittert ist. Die Neuenwegerin will nun aktiv werden und die Wanderwege in Zusammenarbeit mit dem Forst wieder zugänglich machen, sie mittels GPS tracken und eine topografische und digital verfügbare Wanderkarte herstellen. Zuvor bedarf es jedoch noch vieler Freiwilligenstunden zum Instandsetzen der zugewachsenen Wege und zur Erneuerung von alten und verwitterten Wegweisern.

Elke Monse ist selbstständige Mediengestalterin und zog vor zwei Jahren von Efringen-Kirchen nach Neuenweg. Zu ihrem Beweggrund, ins Kleine Wiesental zu ziehen, meinte sie: „Weil es hier einfach mega schön ist.“ Freiwillige und Spender können sich mit Elke Monse unter der E-Mail-Anschrift more@crealoop.me in Verbindung setzen.

Neues Bänke-Konzept

Wenn schon ein neues Wegekonzept heranreift, dann gehören auch neue Sitzbänke dazu. Aus diesem Grund hatte Ortsvorsteher Klaus Worms (Neuenweg) den Gestaltungskünstler und Bildhauermeister Volker Scheurer aus Weil am Rhein in die Sitzung eingeladen, der gemeinsam mit seinem Sohn Felix Müller zwei Varianten von Sitzbänken vorstellte. Beide Varianten sind elegant und luftig und verfügen über Betonfüße. Scheurer erklärte den Vorzug beider Bänke: „Die Auflagefläche in Kopfhöhe dient als Bar oder Tresen zum Abstellen eines Getränkes oder Vespers.“ Die Ortschaftsräte diskutierten über die Finanzierung der Bänke. Geplant ist, beim Naturpark Südschwarzwald nach einer Projektförderung zu fragen.

Wasserentnahme

Bei der Bürgeranhörung meldete sich ein Besucher aus Heubronn zu Wort. Er erkundigte sich, wie in Zeiten von Wassernot die Wasserentnahme aus Hydranten in Heubronn geregelt sei. Hier würden seit Jahren erhebliche Wassermengen für die Rinder auf der Belchenwiese entnommen. Der Bürger erkundigte sich nach den rechtlichen Grundlagen und wollte wissen, inwieweit die Wasserentnahme vom Weideverein bezahlt würde oder ob diese Wasserkosten auf die Allgemeinheit umgelegt würden. Ortschaftsrat Martin Asal sagte, dass die Wasserentnahme bislang kostenlos gewesen sei.

Ortsvorsteher Klaus Worms meinte, dass die Weideviehhaltung auf der Belchenweide kein Wirtschaftsbetrieb sei und unter dem Aspekt der Offenhaltung der Landschaft anzusehen ist. Ortschaftsrat Jörg Maikranz aus Bürchau wünschte sich von der Bevölkerung mehr Verständnis für die Viehhaltung. Die Quellschüttung in Heubronn sei so groß, dass die Wasserentnahme kein Problem darstelle und keine Kosten verursachen würde.

Motorradlärm

Die Ortschaftsräte aus Bürchau und Neuenweg plädierten dafür, sich der „Initiative Motorradlärm“ in Baden-Württemberg anzuschließen.

Lesen Sie das ePaper bis zum Jahresende für nur 39 Euro! Jetzt HIER anfordern.

  • Bewertung
    5

Umfrage

Peter Altmaier

Angesichts zunehmender Coronavirus-Neuinfektionen plädiert Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier für härtere Strafen bei Verstößen gegen die Corona-Regeln. „Wer andere absichtlich gefährdet, muss damit rechnen, dass dies für ihn gravierende Folgen hat“, sagte Altmaier der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Teilen Sie seine Ansicht?

Ergebnis anzeigen
loading