Kleines Wiesental Wahrzeichen ist wieder ein Blickfang

Das Mühlrad von Bürchau, Wahrzeichen und Blickfang des gesamten Kleinen Wiesentals, erstrahlt nach seiner weitgehenden Zerstörung beim Hochwasser am 3. Februar in neuem Glanz.

Von Gerald Nill

Kleines Wiesental-Bürchau. In einer Gemeinschaftsaktion von Bauhof und freiwilligen Helfern aus dem Tal wurden das Rad wieder instandgesetzt sowie bauliche Vorkehrungen getroffen, damit Überspülungen so schnell nicht mehr passieren können.

An die Verwüstungen Anfang Februar, als durch Schneeschmelze und starken Regen jede Menge Geröll der Kleinen Wiese ins Mühlrad geschoben wurde, kann sich Dieter Schlageter noch gut erinnern. Er gehört zu einem Quintett, das sich ehrenamtlich gerne für den Erhalt des Wahrzeichens aus alter Zeit einsetzt.

Erst im letzten Jahr war der Wasserzulauf erneuert worden. „Mit den Beschädigungen, die das Hochwasser im Winter angerichtet hat, waren wir aber überfordert“, berichtet Schlageter, der die Gemeinde um Hilfe bat und diese auch erhielt.

Nur der Bauhof verfüge über die Maschinen und Geräte, die für die Instandsetzung erforderlich gewesen seien. Und die Gemeinde habe die Arbeit übernommen, würdigt der Bürchauer, um dieses touristisch attraktive Wasserrad wieder in Szene zu setzen. Dafür müsse der Gemeinde gedankt werden, findet Schlageter, der mit seinem „Rentner-Team“ ebenfalls wieder ehrenamtlich im Einsatz war: „Der Bauhof hat sehr gute Arbeit geleistet.“

Nach Einholung der wasserrechtlichen Genehmigung sei das Bachbett der Kleinen Wiese, das im Laufe der Jahre durch Geschiebe immer höher gekommen sei, ausgebaggert worden. Nachdem der Humus des Uferbereiches beiseite geschoben wurde, sei Material zur Erhöhung der Randfläche angeschüttet und schließlich mit der Humusschicht wieder abgedeckt worden. Dadurch solle verhindert werden, dass das Wasserrad schon bei einem kleinen Hochwasser wieder überspült wird.

Auch die Rinne des Mühlen-Bächles, die das Wasserrad speist, wurde neu gefasst und gemauert. „Sehr schön und stabil“ findet Schlageter die gesetzten Mauersteine. Rund ein Drittel der Wassermenge aus dem Mühlen-Bächle treibt das Rad an, etwa zwei Drittel fließen darunter her.

„Aber auch die Fundamente der vier Stützen wurden bei dem Hochwasser komplett unterspült“, berichtet der Helfer weiter. Die neuen Fundamente habe der Bauhof sehr solide gesetzt, indem Betonringe ausgegossen wurden. Bei der Gelegenheit hätten Forstarbeiter auch noch vier neue hölzerne Stützen gebracht, die man dann angestrichen habe.

Damit nicht genug. Da das Mühlrad bei dem Hochwasser weitergelaufen sei, hätten Geröll und Steine ein zerstörerisches Werk an den Schaufeln angerichtet: „70 Prozent waren zerstört, bis das Rad endlich stehenblieb.“

Also habe man nun auch alle Bretter des Rades erneuert - wiederum in Teamarbeit mit dem Bauhof. Schlageter blickt zurück auf einen zeitaufwändigen Einsatz. Er habe aufgehört, die Arbeitsstunden zu zählen. Für ihn und seine Mitstreiter sei es aber der schönste Lohn, wenn Besucher auf dem kleinen Parkplatz stehen bleiben, um Anerkennung für die gelungene Arbeit zu zollen und Fotos zu schießen. Denn jetzt ist das Wahrzeichen des Kleinen Wiesentals wirklich wieder ein wahrer Blickfang.

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