Kommunalwahl in Hasel Fünf neue Kandidaten für Hasel

Yvonne Rünzi
Die neuen Gemeinderäte sollten sich für Schule und Kindergarten interessieren. Foto: Anja Bertsch

Die Vorbereitungen für die Gemeinderatswahl am 9. Juni nehmen Fahrt auf: Bei einer Infoveranstaltung haben drei Gemeinderäte über ihre Arbeit berichtet und konnten so Kandidaten für die anstehende Kommunalwahl gewinnen.

Gemeinderat Peter Schalajda hat die Infoveranstaltung im Rathaus Hasel organisiert und interessierte Bürger eingeladen. „Das ist eine reine Infoveranstaltung“, betonte Schalajda zu Beginn. Erst mit der Abgabe der Zustimmungserklärung – die unwiderruflich ist – stellt man sich als Kandidat zur Wahl. Schalajda selbst ist seit 2014 im Gemeinderat Hasel vertreten, war davor im Gemeinderat Kandern und ist seit 20 Jahren Mitglied des Kreistags Lörrach. Gemeinderat Matthias Feucht ist bereits seit 15 Jahren im Gremium, Gemeinderat Christian Rooks seit zehn Jahren.

Breites Aufgabenfeld

Der Gemeinderat Hasel kommt etwa 20 mal im Jahr zusammen und berät sich über alles, was Hasel betrifft. Von Kanal- und Straßensanierungen über Dorfentwicklungskonzept oder auch die Funktion als Kontrollorgan der Verwaltung, alles geht über den Tisch des Gemeinderats. Während sich Schalajda mehr Gestaltungsspielraum wünscht, sieht Feucht den durchaus vorhanden. „Wir können auch gestalten, wie eben bei Kindergarten und Schule.“ Rooks sieht den Spielraum in der Mitte: „Gerade Hasel 2040 birgt einiges in sich.“

Alle drei Räte bestätigten dem Gremium eine gute Zusammenarbeit und eine lockere Stimmung. „Jeder kann seine Meinung sagen“, bekräftigte Rooks, gerade weil keine Parteizugehörigkeiten bestehen. Andersartige Meinungen würden einem nicht krummgenommen. Auch mit Bürgermeister Frank-Michael Littwin sei ein gutes Auskommen.

Schalajda würde es begrüßen, wenn sich neue Gemeinderäte für die Themen Schule und Kindergarten interessieren, auch das Thema „Alt werden in Hasel“ soll künftig mehr Gewicht bekommen.

Nicht zu viele Bewerber

„Unterstützungsunterschriften benötigen wir nicht“, erläuterte Schalajda die rechtliche Seite. Da die Wählervereinigung „Bürgerliste für Hasel und Glashütte“ bereits im Gemeinderat vertreten ist, reicht es aus, wenn der erarbeitete Wahlvorschlag von der Mehrheit der Gewählten unterschrieben wird. Ende Februar wird in einer Aufstellungsversammlung über die Kandidaten und die Reihenfolge derer auf dem Wahlvorschlag abgestimmt.

Zur Vorbereitung hatte er auch die gesetzlichen Rahmenbedingungen zusammengestellt, wie die Höchstzahl der Bewerber. „Für Hasel darf eine Liste höchstens doppelt so viele Bewerber haben wie Gemeinderäte zu wählen sind“, erläuterte er. Dann würde die Mehrheitswahl gelten – gewählt ist, wer die meisten Stimmen hat. Gibt es mehr als 20 Bewerber, müssten zwei Wahlvorschläge, also Listen, eingereicht werden. Dann würde nach dem Verhältniswahlrecht gewählt, die Sitze werden im Verhältnis zu allen abgegebenen Stimmen verteilt. „Das möchten wir eigentlich nicht“, so Gemeinderat Feucht, „weil es sein kann, dass Bewerber mit weniger Stimmen gewählt werden“.

Alle zugezogen

Die Infoveranstaltung war schon am Ende ein Erfolg: Fünf der Anwesenden unterschrieben noch vor Ort die Zustimmungserklärung und haben so den ersten Schritt zur Kandidatur hinter sich. Wie zum Beispiel Stella Fralla (51 Jahre), die was bewegen wolle. „Gerade beim Senioren-Thema möchte ich was auf die Beine stellen und jung und alt verknüpfen.“

Auch Klaus Ingelfinger (61 Jahre) hat seine Zustimmungserklärung unterschrieben. „Ich möchte mich engagieren und der Gesellschaft etwas zurückgeben. Themen wie Hasel 2040 möchte ich lebendig und aktiv gestalten.“

Kathrin Leckner (33 Jahre) liegen Kindergarten und Schule am Herzen. „Ich wünsche mir eine positive Veränderung, die man mitgestalten kann.“ Bemerkenswert: Alle möglichen Kandidaten sind nach Hasel zugezogen.

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