Kreis Lörrach. Wer im heimischen Kreis schon einmal in die Notaufnahme der Krankenhäuser musste oder einen Facharzttermin gebraucht hat, kann ein Lied davon singen: Ewige Wartezeiten in der Ambulanz und Termine weit in der Zukunft sind an der Tagesordnung, heißt es in einer Mitteilung des heimischen SPD-Landtagsabgeordneten Rainer Stickelberger. Er fordert die Landesregierung auf, sich der Realität zu stellen.

Während die Landesregierung davon ausgeht, dass in allen Regionen Baden-Württembergs sowohl bei den Hausärzten als auch den Fachärzten eine ausreichende vertragsärztliche Versorgung gegeben ist, sieht die Alltagserfahrung vieler Bürger anders aus. Auch der Kreis habe das Thema Ärztemangel gerade angesichts des Alters vieler Hausärzte im Landkreis schon längst auf seine Agenda gesetzt.

Bestätigt sieht sich Stickelberger nun zudem durch die Baden-Württembergische Krankenhausgesellschaft und die Kassenärztliche Vereinigung Baden-Württemberg. Beide haben aktuell angesichts des Ärzte- und Pflegekräftemangels im Land Alarm geschlagen und dringenden Handlungsbedarf angemeldet. „Das stellt sich bei uns im Kreis durch die Grenzlage zur Schweiz noch verschärfter dar“, so der Abgeordnete.

In dieser Situation im Gesundheitswesen auch noch Einschnitte vorzunehmen, sei ein vollkommen falscher Schritt, meint Stickelberger. „Genau das plant aber Gesundheitsminister Lucha, der ab nächstem Jahr jährlich 17 Millionen Euro bei den Krankenhäusern einsparen will.“

Stickelberger fordert stattdessen eine Offensive im Gesundheitswesen.