Kreis Lörrach Ausbildung attraktiver machen

Die Oberbadische, 14.09.2018 18:08 Uhr

Von Veronika Zettler

Kreis Lörrach. Für die Mitglieder der Bäckerinnung Lörrach verlief das vergangene Jahr „durchaus zufriedenstellend“, wie Obermeister Fritz Trefzger bei der Generalversammlung in Wiechs sagte. Gleichwohl bleiben die Herausforderungen bestehen. Ganz oben auf der Liste rangiert das Gewinnen von Auszubildenden. Weiterhin gilt es, sich gegen Angebot und Preiskampf der Discounter zu behaupten.

Mit der Teilnahme an der baden-württembergischen Regionalkampagne „Von Daheim“ will das Bäckerhandwerk seine Qualität unterstreichen und betonen, dass „hinter jedem Lebensmittel eine Familie und eine Geschichte steckt“.

Trefzger, der auch Landesinnungsmeister ist, schilderte verschiedene Überlegungen, die Ausbildung attraktiver zu gestalten. Beim Fachkräftemangel in den Backstuben kommt den Migranten eine wichtige Rolle zu. In Baden-Württemberg machen derzeit rund 200 Flüchtlinge eine Bäckerausbildung, wie Ute Sagebiel-Hannich vom Bäckerinnungsverband Baden ausführte. So konnte bei den Ausbildungszahlen ein leichter Zuwachs verzeichnet werden. Für Trefzger ist die Botschaft an den Nachwuchs klar: „Es kommt nicht darauf an, wo du herkommt, sondern wo du hin willst“. Vor dem Hintergrund der jüngsten Ereignisse in Chemnitz betonte Sagebiel-Hannich: „Für uns ist das auch eine Möglichkeit, uns weiter offen zu präsentieren.“

Die Ausbildungszahlen präsentierte Gewerbeschullehrer Werner Eiche: Die Bäcker verzeichnen im ersten Lehrjahr acht Auszubildende, im zweiten zehn und im dritten 20. Bei den Bäckereifachverkäufern sind es nach Lehrjahren 17, zwölf und 18 Auszubildende.

Den im Juli verstorbenen Ehrenobermeister Fritz Trefzger und seine wenig später verstorbene Frau Cäcilia, die Eltern des heutigen Innungsobermeisters, würdigte der Bäcker Heiner Rexrodt. Fritz Trefzger Senior war unter anderem 21 Jahre als Obermeister engagiert. „Er hat das Bäckerhandwerk mit allen Facetten gelebt“, sagte Rexrodt.

 
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