Kreis Lörrach Damit der Bahnanschluss schneller kommt

Die Anbindung des geplanten Zentralklinikums sorgt für erhitzte Gemüter. Foto: Michael Werndorff

Kreis Lörrach - Die CDU-Kreistagsfraktion lehnt die von der Stadt Lörrach vorgeschlagene Anbindung des Zentralklinikums mit Shuttlebus bis zum Jahr 2035 ab, heißt es in einer Stellungnahme der Fraktion. Allerdings würden sie die Forderung aus dem Gemeinderat nach einem schnelleren Bahnanschluss unterstützen.

Dass bis zur Eröffnung der Klinik 2025 der geplante Haltepunkt der Regio-S-Bahn nicht realisiert ist und für eine Übergangsphase Ersatzverkehrsangebote notwendig würden, zeichnete sich bereits bei der Entscheidung des Kreistags über den Standort ab. Nun das auf kurze Zeit angelegte Provisorium auf einen Zeithorizont von zehn Jahren auszudehnen, könne Patienten, Besuchern und dem Personal nicht zugemutet werden, meint die Kreistagsfraktion.

Auch die im Gemeinderat geäußerten Bedenken der Vertreter aus Brombach und Hauingen und aus dem Gemeinderat Steinen seien berechtigt. „Wir sehen die Stadt Lörrach in der Pflicht, nach Lösungen für eine zügigere Schienenanbindung zu suchen“, erklärt Fraktionssprecher Paul Renz.

Die CDU-Kreistagsfraktion fordert dazu eine erneute eingehende Diskussion dieses Themenkomplexes. Einen möglichen Lösungsansatz sähe sie in der Einrichtung eines Haltepunkts der Wiesentalbahn beim Klinikum mit alternierenden Bedienungszeiten in Kombination mit dem Haltepunkt Schwarzwaldstraße. Auch die übergangsweise Anbindung der L 138 an die B 317 sieht die Fraktion mit einer gewissen Skepsis und erinnert an die Rückstaus bei der Ampellösung bei der Baustelle B 317 Maulburg.

Erhebliche Investition

In einem Schreiben an Landrätin Marion Dammann erklärt die SPD-Kreistagsfraktion, dass eine baldige Behandlung des Tagesordnungspunktes „Ausbau der Wiesentalbahn mit einer Haltestelle am künftigen Zentralklinikum“ zunächst in der Vorberatung des Kreis-Umwelt- und Betriebsausschusses und anschließend im Kreistag erforderlich sei.

Aus Berichterstattungen der Gremien in der Stadt Lörrach und Weil am Rhein sei deutlich geworden, dass aufgrund der vorliegenden Gutachten erhebliche Investitionen für den Bau und die Inbetriebnahme eines zusätzlichen Haltepunktes erforderlich werden. Zudem würde dies zu einer Zeitverzögerung des Projekts bis hin zu einer Verkehrserschließung mittels Regio-S-Bahn bis zum Jahr 2032 führen, schreibt die SPD.

Offensichtlich habe auch die Bahn zu erkennen gegeben, dass eine Vorplanung in den Leistungsphasen I und II einen Zeitraum von vier Jahren beanspruche. „Dieser Zeitraum ist für uns deutlich zu lang bemessen. Auch scheint der SPD-Kreistagsfraktion es nicht angemessen zu sein, für einen zusätzlichen Haltepunkt am zukünftigen Zentralklinikum andere Haltestellen nicht anzufahren.“ Es stellten sich einige Fragen zu den bisher vorliegenden Gutachten, die aufgrund der Gesamtthematik der Verkehrsziele des Landkreises einer eingehenden Erörterung bedürfen.

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