Kreis Lörrach Damit Wünsche wahr werden

Biker sammeln für einen guten Zweck: Einen Scheck in Höhe von 11 829 Euro erhielt Mario Steffens (3.v.l.) vom Palliativnetz Lörrach für den Wünschebus aus Händen des Director des Alemannen Chapters Ulrich Berndt (2.v.l.). Mit dabei Secretary Klaus Mayer (l.), sowie Vice Director Roland Sexauer, Falk Link und Treasurer Jürgen Cazzonelli. Foto: Manfred Herbertz

Grund zur Freude gab es am Mittwoch beim Palliativnetz Lörrach: Geschäftsführer Mario Steffens durfte einen dicken Spendenscheck in Höhe von 11 829,59 Euro aus den Händen von Director Ulrich Berndt vom Alemannen Chapter in der Harley Owner Groupe entgegennehmen. Für das Palliativnetz ist damit wieder ein großes Stück des Weges hin zum Wünschebus geschafft.

Kreis Lörrach - Die Mitglieder des Alemannen Chapters Weil am Rhein haben bereits in der Vergangenheit viele Spenden für wohltätige Zwecke gesammelt. Auch im Coronajahr 2020 wurde kräftig gesammelt, und am Mittwoch wurde der Scheck an Mario Steffens in den Räumen der Firma Permatch von Ulrich Berndt übergeben. Mit dabei waren Vice Director Roland Sexauer, Secretary Klaus Mayer und Treasurer Jürgen Cazzonelli sowie Falk Link. Das Geld fließt in die Anschaffung und Ausstattung eines sogenannten Wünschebus.

Wie Steffens erläuterte, behandelt und begleitet das Palliativnetz Lörrach Menschen mit schweren und weit fortgeschrittenen Erkrankungen, die am Ende ihres Lebens stehen, in ihrer vertrauten Umgebung zu Hause als auch im Pflegeheim und im Hospiz.

Sterben in Würde

„Sterben müssen wir alle“, so Steffens, aber es sei immer die Frage des Wie, und „wir wollen Menschen ein Sterben in Würde ermöglichen“.

Die optimale Versorgung und die Systemkontrolle sei das eine, sagt der Palliativmediziner, der in Weil am Rhein eine Hausarztpraxis betreibt. Das andere aber sei oft auch der Wunsch der Sterbenden, nochmals einen Sehnsuchtsort besuchen zu können. Denn einen Tag Normalität zu erleben, als gäbe es keine Krankheit, sei für die Menschen enorm wichtig.

Mit einem speziell ausgestatteten Wünschebus soll dies möglich werden. Das Fahrzeug wurde schon bestellt. In seiner Grundausstattung wird es zur Hälfte von der Firma Ernst und König in Weil am Rhein gesponsert, doch der maßgeschneiderte Ausbau koste enorm viel Geld, berichtet Steffens.

Eine seiner Patientinnen mit Wirbelsäulenmetastasen war nicht mehr transportfähig, und ihr größter Wunsch sei es gewesen, noch einmal das Grab ihrer Eltern in Kirchzarten zu besuchen, erzählt er.

Herzensangelegenheit

Und dieses Erlebnis war mit ein Auslöser für Steffens, es zu seiner Herzensangelegenheit zu machen, die letzten Wünsche seiner todkranken Patienten zu erfüllen.

Ulrich Berndt freute sich, dass er mit seinem 60-köpfigen Alemannen Chapter diese „tolle Aktion“ unterstützen kann. Die Mitglieder hätten das Vorhaben begeistert mitgetragen. „Da wir im Coronajahr kaum Aktivitäten entwickeln konnten, mussten wir halt kreativ sein, um Geld für die Aktion einzutreiben. Dass es am Ende der höchste Betrag wurde, den das Chapter bislang gesammelt hatte, sei angesichts der Umstände mehr als erfreulich.

Weitere Informationen: www.palliativnetz-loerrach.de

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