Kreis Lörrach Den Industriestandort sichern

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Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer, IHK-Präsident Thomas Conrady sowie Gastgeber Heinz-Werner Hölscher sprachen mit den Teilnehmern des diesjährigen Hochrheintreffens über die aktuelle Wirtschaftslage in der Region und die Herausforderungen für die heimischen Unternehmen. Foto: IHK Hochrhein-Bodensee

Verwaltung, Pharma und Chemie treffen sich zum Jahresgespräch.

Auf Initiative der IHK Hochrhein-Bodensee haben sich jüngst zahlreiche Führungspersönlichkeiten aus Verwaltung und Wirtschaft zum Hochrheintreffen bei Badenova in Lörrach getroffen, wie die IHK Hochrhein-Bodensee mitteilte.

Unter der Leitung von Thomas Conrady, Präsident der IHK Hochrhein-Bodensee, diskutierten unter anderem Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer, Landrätin Marion Dammann, die Oberbürgermeister der Städte Lörrach und Rheinfelden, die Bürgermeister aus Wehr und Grenzach-Wyhlen sowie die Vertreter der in den beiden Landkreisen Lörrach und Waldshut ansässigen Chemie- und Pharmaunternehmen.

Aktuelle Wirtschaftslage

Im Mittelpunkt der Gespräche standen der Gedankenaustausch über die aktuelle wirtschaftliche Lage am Hochrhein und die Geschäftserwartungen der Unternehmer für das laufende Jahr.

Aufgrund der anhaltenden multiplen Krisen wird dieses Jahr für die meisten Unternehmen wieder zu einer großen Herausforderung werden. Insbesondere die Themen Transformation der Energieversorgungsstruktur hin zu mehr erneuerbaren Energien und der Bürokratieabbau standen im Fokus des Treffens. Die Unternehmen betonten die gute Zusammenarbeit und das offene Ohr der Verwaltung für die Belange der Wirtschaft, insbesondere im Bereich der Genehmigungsverfahren.

Einig waren sich alle Teilnehmer darüber, wie wichtig der schnelle Aufbau einer Wasserstoffinfrastruktur am Hochrhein für den heimischen Industriestandort ist. Hier wollen alle Akteure weiter zusammenarbeiten, um zukunftsrelevante Projekte in der Region realisieren zu können. Ebenso einheitlich war der Wunsch nach einem deutlichen Abbau der Bürokratie, die sowohl Unternehmen als auch die Kommunen und Landratsämter in gleicher Weise betreffe, heißt es weiter. Aus dem Teilnehmerkreis vorgebrachte Beispiele bezogen sich auf das Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz, das Fachkräfteeinwanderungsgesetz oder die Digitalisierung von Genehmigungsverfahren.

Industriestandort sichern

„Wichtig ist, die Wettbewerbsfähigkeit des Industriestandortes für die Zukunft zu sichern. Die Versorgung mit erneuerbaren Energien zu bezahlbaren Preisen sowie eine gut funktionierende Bürokratie sind hierfür eine grundlegende Voraussetzung“, sagte Thomas Conrady abschließend. „Ziele müssen die systematische Vermeidung von Bürokratie, ein darüber hinausgehender spürbarer Bürokratieabbau und somit schnellere Genehmigungsverfahren sein.“

Ein letztes Mal dabei war Bärbel Schäfer, die keines der jährlich stattfindenden Treffen in den vergangenen zwölf Jahren verpasst hatte. Ihr wurde vonseiten der Unternehmen für ihren Einsatz und ihr nachhaltiges Wirken für die Wirtschaft gedankt.

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