^ Kreis Lörrach: Gebührenspirale dreht sich weiter - Kreis Lörrach - Verlagshaus Jaumann

Kreis Lörrach Gebührenspirale dreht sich weiter

Michael Werndorff
Die nächste Erhöhung der Müllgebühren kündigt sich an. Foto:  

Das Sammeln und der Transport von Rest- und Bioabfall werden um bis zu 50 Prozent teurer.

Die abfallwirtschaftlichen Leistungen „Sammeln und Transportieren von Rest- und Bioabfall“ im Landkreis Lörrach sollen neu vergeben werden.

Europaweite Ausschreibung

Der Betriebsausschuss hat nach einer europaweiten Ausschreibung dem Kreistag einstimmig empfohlen, den Auftrag an die Firma Kühl Entsorgung & Recycling mit der Niederlassung in Efringen-Kirchen zu vergeben. Damit geht eine deutliche Kostensteigerung einher: Beim Restabfall belaufen sich die Kosten für die gesamte Vertragslaufzeit von sechs Jahren auf rund 28 Millionen Euro brutto. Der Angebotspreis liegt rund 50 Prozent über den bisherigen Kosten. Im Vorfeld wurde mit einer Kostenzunahme von circa 40 Prozent gerechnet, wie Betriebsleiterin Silke Bienroth mitteilte.

Beim Bioabfall beträgt die Kostenzunahme 40 Prozent, was der Schätzung entspricht. Hier schlagen für sechs Jahre rund 23 Millionen Euro brutto zu Buche. Die höheren Kosten lassen sich laut Bienroth auf mehrere Einflüsse zurückführen: Zum einen sei eine allgemeine Kostensteigerung, vor allem bei Personal und Energie, zu verzeichnen, kostentreibend wirkten sich die Anforderungen des „Saubere Fahrzeuge Beschaffungsgesetz“ aus – bei beiden Losen würden für die Sammel- und Transportleistungen deutlich mehr „saubere“ Fahrzeuge eingesetzt als gesetzlich gefordert– und: Die Bioabfall-Detektion zur Einhaltung der Bioabfallverordnung treibe ebenfalls die Kosten in die Höhe. Die Vergabe soll zum 1. Januar 2025 erfolgen, wie in der Sitzung zu erfahren war. Der Eigenbetrieb ist berechtigt, zweimal die Laufzeit des Vertrags um jeweils ein Jahr zu verlängern.

Gebühren steigen

Wie Paul Renz (CDU) anmerkte, dürften aufgrund der Kostensteigerungen dann auch die Müllgebühren angepasst werden. Konkrete Angaben könne man noch nicht machen. „Das ist ganz schwer abschätzbar“, erklärte Bienroth. Klar sei aber: „Die Gebühren werden steigen.“

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