Kreis Lörrach E-Mobilität mehr in den Fokus rücken

Bei der E-Mobilität besteht Handlungsbedarf. Foto: Archiv Foto: Die Oberbadische

Kreis Lörrach (wer). In seiner jüngsten Sitzung am Mittwoch hat der Kreistag das Energiepolitische Arbeitsprogramm 2016 bis 2018 für den European Energy Award (EEA) beschlossen und die Verwaltung mit der Umsetzung beauftragt. Vor allem in den Handlungsfeldern „Kommunale Gebäude und Anlagen“, „Mobilität“ und „Interne Organisation“ konnten seit Beginn der Teilnahme am EEA im Jahr 2012 deutliche Verbesserungen erreicht werden (wir berichteten).

Der neue „Ist-Stand“ nach EEA-Systematik liegt bei 61,2 Prozent gegenüber 56,3 Prozent bei der Zertifizierung. Dafür verantwortlich waren unter anderem Maßnahmen wie der Wechsel des Stromlabels zu reinem Öko-Strom, die Inbetriebnahme des Solarparks Herten, die Umsetzung des Nahverkehrsplans und Maßnahmen zur Förderung des Radverkehrs. Auch der eigene Fuhrpark wurde unter die Lupe genommen und Bereiche für Optimierungen identifiziert.

Handlungsbedarf besteht im Bereich der E-Mobilität, war sich der Kreistag einig. Gerhard Zickenheiner betonte, dass es richtig sei, den Aspekt der Mobilität verstärk zu beachten: „Hier sind wir noch schwach, da gibt es noch einiges zu leisten“, sagte der Grünen-Kreisrat. Die Arbeit der Energieagentur hob Klaus Eberhardt (SPD) hervor. Es sei gelungen, verschiedene Bereiche zu identifizieren, die klimawirksam werden können, und die noch nicht angesprochen wurden, sagte der Kreisrat.

Laut Eberhardt sollten auch in den Gemeinden die Erkenntnis reifen, auf lokaler Ebene energiepolitische Verantwortung zu übernehmen. „Für manche ist der EEA-Prozess ein Moloch, ich halte ihn im Hinblick auf das systematische Vorgehen für sehr hilfreich“, sagte Rheinfeldens Oberbürgermeister.

Dass sich die Region in der EEA-Rangliste nach vorne gearbeitet habe, unterstrich Gudrun Heute-Bluhm (CDU). Sich angesichts der 61 Prozent auf den Lorbeeren auszuruhen, sei der falsche Weg. „Wir haben schon viel Zeit und finanzielle Mittel investiert, daher müssen wir das ehrgeizige Projekt umsetzen“, mahnte er. „Bei jedem einzelnen Schritt müssen wir aber hinterfragen, was wir damit erreicht haben“, regte Roth-Greiner an.

Nicht unerwähnt blieb auch die Verwertung des Bioabfalls – noch habe der Kreis keine eigene Verwertung. Was das Thema Mobilität angeht, sagte Landrätin Marion Dammann, dass der Kreis es nicht allein steuern könne. „Aber wir werden alles daran setzen, dass die Schienenprojekte gut vorankommen“, nannte Dammann ein wichtiges strategisches Ziel.

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