Kreis Lörrach Ein altes und zwei neue Gesichter

Christoph Hoffmann (rechts) mit Felix Düster (Mitte) und Marc Dörpfeld nach ihrer Wahl.Foto: Denis Bozbag Foto: Die Oberbadische

Die FDP-Mitglieder im Wahlkreis Lörrach-Müllheim haben bei ihrer Nominierungsveranstaltung im Gasthof Rührberger Hof einhellig Christoph Hoffmann zum Kandidaten für die Bundestagswahl 2021 gekürt. Zudem stellte der Kreisverband mit einer absoluten Mehrheit den Grenzacher Hotelbetriebswirt Felix Düster zum Bewerber für die nächste Landtagswahl auf.

Von Denis Bozbag

Kreis Lörrach. Hoffmann sitzt bereits seit drei Jahren für den Wahlkreisbezirk Lörrach-Müllheim im Bundestagtag und hatte sich wieder für ein Mandat im politischen Berlin aufstellen lassen.

Das einstimmige Ergebnis bestehend aus 45 Ja-Stimmen bei null Enthaltungen sei eine große Vertrauenbekundung für seine geleistete Arbeit, über die er sich sehr freue, dankte Hoffmann den anwesenden Mitgliedern.

Den ehemaligen Bürgermeister von Bad Bellingen und gelernten Förster erfülle es mit Stolz, seine südbadische Heimat im Bundestag vertreten zu dürfen. Er wolle nun an seine bisherigen Erfolge anknüpfen. Zu diesen zählte er seine erfolgreiche Intervention beim Vorhaben, den Zeitraum für die sozialversicherungsfreie Beschäftigung von Erntehelfern bei 70 Tagen zu belassen. der Minister für Arbeit und Soziales, Hubertus Heil (SPD), hatte die Regelung wieder auf einen Zeitraum von 50 Tagen zurückführen wollen.

In diesem Zusammenhang dankte er den Anregungen aus der Bevölkerung in seinem Wahlbezirk. „Ohne den Hinweis der Auggener Winzer auf dieses geplante Vorhaben, hätte ich nicht so schnell bei Agrar­ministerin Julia Klöckner (CDU) intervenieren können.“ Auch beim Thema Markgräfler Kirsche, die durch Importkirschen aus der Türkei aus dem Handel hätte verdrängt werden können, machten die heimischen Obstbauern Druck auf den Parlamentarier. „Ohne die Rückmeldungen hätte ich nicht so schnell auf die Probleme hier reagiert“, befand Hoffmann.

Für die folgenden Jahre habe der Politiker noch eine lange Liste an Punkten abzuarbeiten. Entbürokratisierung und Digitalisierung gehörten ganz oben mit dazu. „Die Corona-Krise mit den einschneidenden wirtschaftlichen Folgen sowie die eintretende Rezession werden die FDP als Vertreter einer starken robusten Marktwirtschaft in einen zweistelligen Prozentbereich bei den nächsten Wahlen zurückkatapultieren“, schwor Hoffmann seine Mitglieder auf die nächsten vier Jahre FDP-Bundespolitik ein.

Zwei junge Kandidaten für den Landtag

Mit dem 30-jährigen Felix Düster aus Grenzach will ein junges FDP-Mitglied als erster Bewerber in den Landtag 2021 ziehen. Der gelernte Koch und Hotelbetriebswirt sowie Inhaber des Gasthofs Rührberger Hof hat noch nicht viel Erfahrung auf dem politischen Parkett gesammelt, dafür genug Erfahrung als Selbstständiger. „Die Pandemie und ihre Auswirkungen auf unseren Gastbetrieb haben mir gezeigt, dass es an Liberalität in Deutschland fehlt“, führte er als einen Grund für seine Kandidatur an. Jahrelang hätten die Betriebe wegen hoher Abgaben keine Rücklagen bilden können – Geld, das ihnen nun fehle und das die Regierung versuche, im Gießkannenprinzip zu verteilen. Zu dem gebe es immer noch zu starke Reglementierung. Dies wolle er im Land ändern.

Als Ersatzkandidat ging ein ebenso junges und bislang wenig politisch erfahrenes Mitglied aus der Nominierungsveranstaltung hervor: Der Erdbebeningenieur Marc Dörpfeld aus Efringen-Kirchen ist 37 Jahre alt, verheiratet und hat zwei Kinder. Er ist seit zwei Jahren Mitglied in der FDP und Beisitzer im Ortsverband. Für ihn steht das Thema Vereinbarkeit von Wirtschaft und Familie an oberster Stelle.

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