Kreis Lörrach Endlich am Ziel angekommen

Abteilungsleiter Karl Horn freut sich mit dem jahrgangsbesten Abiturienten der Kaufmännischen Schule, Leonardo Gallo, und Schulleiter Andreas Thomann (von links) über das Abitur 2020. Foto: Kaufmännische Schule Lörrach

Was im März nach der Schulschließung im Land noch völlig offen war und für viele Schüler zu einer Zitterpartie wurde, hat an der Kaufmännischen Schule Lörrach einen glücklichen Abschluss gefunden: das Abitur 2020. Mit den mündlichen Examen fanden am vergangenen Donnerstag die letzten Prüfungen statt, wie die Schule mitteilt.

Kreis Lörrach. Da laut Mitteilung die im großen Stil geplante Abiturfeier aufgrund der Umstände abgesagt werden musste, wurden die Zeugnisse und die Preise für besondere Leistungen in diesem Jahr unter Einhaltung aller Hygienevorschriften im Rahmen einer kleinen Zeremonie in der Aula der Kaufmännischen Schule überreicht.

Besondere Bedingungen

Schulleiter Andreas Thomann und der Abteilungsleiter des Wirtschaftsgymnasiums Karl Horn fassten in ihren Ansprachen noch einmal die Bedingungen zusammen, unter welchen das diesjährige Abitur schließlich doch noch zustande kam.

So erforderten die Herstellung und Einhaltung der Hygieneregeln einen enormen organisatorischen Aufwand: Während die Klassen für den Präsenzunterricht geteilt werden mussten, hatte zeitgleich weiterhin Fernunterricht für diejenigen Schüler zu erfolgen, die aufgrund gesundheitlicher Bedenken zu Hause blieben.

Gleichzeitig unterrichteten auch einzelne, zur Risikogruppe zählende Kollegen von zu Hause aus in die Klassenzimmer, per Videokonferenzen und selbst produzierten Lernvideos und unter Verwendung aller gängigen Kommunikationsmittel, aber auch der schulinternen Cloud, die als Material-Plattform diente.

Die aufgrund der Schulschließung weit nach hinten verschobenen Prüfungstermine sorgten bei den Abiturienten derweil für eine Situation, mit der nicht alle gleichermaßen gut umgehen konnten.

Eine Abiturientin beklagte, vielen sei es wie ihr gegangen: „Wir haben uns in der Zeit der Schulschließung sehr allein gefühlt. Vor allem in Fächern wie Mathematik wäre der persönliche Austausch wichtig gewesen. Dann mit den Aufgaben allein zu Hause zu sitzen, hat viele überfordert. Da halfen auch Videokonferenzen nicht wirklich weiter.“

Schulleiter Thomann gestand denn auch ein, die Bedingungen seien für alle Beteiligten „nicht ideal“ gewesen. „Die Plötzlichkeit der Situation hat uns alle überrumpelt. Darauf sind unsere Schulen weder vorbereitet noch sind sie so gedacht. Dennoch haben bei uns an der Kaufmännischen Schule Lörrach alle Beteiligten unermüdlich und mit vollem Einsatz gearbeitet, wodurch wir am Ende das Beste aus der Situation gemacht haben. Dafür möchte ich ausdrücklich allen Mitgliedern des Schulleitungsteams sowie allen Lehrern danken, aber auch den Hausmeistern und dem Reinigungspersonal der Schule, die alle dazu beigetragen haben, die besonderen Herausforderungen zu bewältigen.“

Geholfen hat dabei mit Sicherheit, dass der Kaufmännischen Schule dank der schon seit vielen Jahren vorangetriebenen Modernisierung und Digitalisierung bereits weitgehend zur Verfügung stand, was unter den gegebenen Bedingungen entscheidend war: eine digitale Ausrüstung, die es möglich machte, kurzfristig auf die veränderten unterrichtlichen Bedingungen in Zeiten der Pandemie zu reagieren.

Dass diese aber nur Hilfsmittel bereitstellt, die den unmittelbaren Austausch und die Anwesenheit in der Schule letztlich nicht ersetzen kann, wurde unter diesen Versuchsbedingungen ebenfalls klar.

Die Preisträger:

Das beste Abitur mit einem Durchschnitt von 1,1 erreichte Leonardo Gallo aus Lörrach, der damit gleichzeitig den Ehrenpreis der Schule für die beste Leistung erhielt. Für besondere Leistungen in den einzelnen Fächern sowie für soziales Engagement gab es folgende Preise: Schülersprecher Valentino Russo (Lörrach), Ehrenpreis des Freundeskreises der Kaufmännischen Schule für soziales Engagement; Issa Alaji (Steinen): Schulpreis VWL/BWL und Mathematik; Meike Loh (Weil am Rhein): Schulpreis Wirtschaftsinformatik; Filomena Orsi (Kleines Wiesental): Schulpreis Italienisch; Rachel Nobre, (Weil am Rhein): Schulpreis Englisch und Französisch; Elias Kirschner (Binzen): Schulpreis Französisch (Niveau B); Stefan Grimmer (Lörrach): Schulpreis Spanisch; Düzgün Can Gül, (Weil am Rhein): Schulpreis internationale Kommunikation; Lea Kuttler (Steinen): Schulpreis Biologie; Bastian Rapp (Steinen): Schulpreis Ethik sowie Johannes Thober, (Lörrach): Schulpreis Evangelische Religion.

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