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Kreis Lörrach Fachkräfte gesucht

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Wenn es um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf geht, stehen mittlerweile auch Väter im Fokus. Foto: AdobeStock

Kreis Lörrach (zet). Unternehmen stehen im verschärften Wettbewerb um Fachkräfte und konkurrieren dabei nicht nur in ihrer jeweiligen Region um Mitarbeiter, sondern bundesweit und häufig international. Der Führungsnachwuchs etwa kann sich gut vorstellen, schon zum Berufseinstieg ins Ausland zu gehen: mehr als die Hälfte der Masterstudierenden der TUM School of Management in München sagten dies in einer Befragung. Ein angenehmes Arbeitsklima, eine gute Work-Life-Balance und flexible Arbeitsformen sind den jungen Leuten ebenfalls wichtig.

Kreis Lörrach (zet). Unternehmen stehen im verschärften Wettbewerb um Fachkräfte und konkurrieren dabei nicht nur in ihrer jeweiligen Region um Mitarbeiter, sondern bundesweit und häufig international. Der Führungsnachwuchs etwa kann sich gut vorstellen, schon zum Berufseinstieg ins Ausland zu gehen: mehr als die Hälfte der Masterstudierenden der TUM School of Management in München sagten dies in einer Befragung. Ein angenehmes Arbeitsklima, eine gute Work-Life-Balance und flexible Arbeitsformen sind den jungen Leuten ebenfalls wichtig.

Familie und Beruf unter einen Hut kriegen

Wachsende Bedeutung kommt für die meisten Arbeitnehmer im weiteren Fortschritt ihrer Karriere der Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu. Elternzeitgestaltung, Kinderbetreuung, Unterstützung bei der Pflege - Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit Kindern und/oder pflegebedürftigen Angehörigen stehen vor dem Problem, die geforderte Arbeitsleistung mit dem Familienleben in Einklang bringen zu müssen, ohne dass ein Bereich dabei auf der Strecke bleibt. Zudem streben mehr Frauen nach beruflicher Verwirklichung, wollen mehr Männer größeren Einsatz zu Hause zeigen. Eine gelingende Vereinbarkeit ist daher ein wesentliches Kriterium bei der Jobsuche. Unternehmen, die sie erleichtern oder dabei behilflich sind, haben Wettbewerbsvorteile im Kampf um die besten Köpfe – Familienfreundlichkeit erleichtert die Rekrutierung und stärkt die Bindung von Fachkräften.

Familienfreundlichkeit als Markenzeichen

Doch wie erkennen Arbeitnehmer, ob ein Unternehmen familienfreundlich ist? Schließlich gibt es kein Qualitätssiegel wie bei manchen Lebensmitteln. Achten sollte man auf innovative Arbeitszeitmodelle wie Teilzeitarbeit oder gleitende Arbeitszeiten, die Möglichkeit, auch von zu Hause im Home Office arbeiten zu können, wenn ein Kind krank ist oder die bettlägerige Mutter Betreuung braucht, oder Angebote für Fort- und Weiterbildungen in der Elternzeit, um in Kontakt mit den Kollegen und fit für den Job zu bleiben. Neben familienfreundlichen Arbeitsbedingungen muss natürlich zuvorderst das Gehalt ein gesichertes finanzielles Auskommen bieten. Stimmt die Entlohnung, können Faktoren wie ein Zuschuss zur Kinderbetreuung oder Rahmenvereinbarungen mit Pflegediensten den Ausschlag geben.

Unternehmen sollten eine klare Vereinbarkeitspolitik haben und diese offen kommunizieren. Es spricht sich herum, wenn Firmen Familienfreundlichkeit zu ihrem Markenzeichen machen, auf Bewertungsportalen, in Karrierenetzwerken. Eine familienfreundliche Unternehmenskultur sollte freilich nicht nur behauptet, sondern auch mit Leben gefüllt werden. Vor allem Führungskräfte müssen mit gutem Beispiel vorangehen - und auch sie müssen vom Arbeitgeber durch familiäre Freiräume unterstützt werden.

Entsprechende Vorteile finden sich häufig bei größeren Unternehmen mit mehreren nationalen oder gar internationalen Standorten, die sich eher flexible Arbeitszeitmodelle oder Angebote wie betriebseigene Kindertagesstätten leisten können und zudem häufiger mit Forderungen danach konfrontiert werden.

Väter stehen im Fokus

Nachdem sich die Diskussion um Vereinbarkeit von Familie und Beruf lange auf die Mütter konzentriert hat, geraten mittlerweile verstärkt auch die Väter in den Fokus. Die heutige Vätergeneration möchte sich mehr Zeit für ihre Kinder nehmen und die Vaterrolle aktiv ausfüllen. Wie eine aktuelle Studie der Prognos AG im Auftrag des Familienministeriums zeigt, hat die Hälfte der Väter in Deutschland für eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf schon einmal den Arbeitgeber gewechselt oder denkt darüber nach. Bei Vätern unter 35 Jahren sind es sogar zwei Drittel. Befragt wurden 1000 Väter, die in Betrieben mit mindestens zehn Beschäftigten arbeiten und minderjährige Kinder haben. Knapp drei Viertel von ihnen (74 Prozent) legen Wert auf Flexibilität bei der Arbeitszeit, für fast die Hälfte ist Flexibilität auch mit Blick auf den Arbeitsort wichtig - und nahezu allen (93 Prozent) von jenen, die Wert auf Flexibilität beim Arbeitsort legen, ist gleichzeitig auch Flexibilität bei der Arbeitszeit wichtig. 40 Prozent der befragten Väter würden gern ihr vertragliches Arbeitspensum reduzieren, 46 Prozent wünschen sich weniger Überstunden.

Kleinere Unternehmen als Vorreiter

Interessant ist, dass es nicht unbedingt eine Frage der Größe ist, ob Unternehmen väterfreundlich sind. Denn in der Gruppe der „Vorreiter“, die Prognos definiert hat, entspricht die Verteilung von kleinen, mittleren und großen Unternehmen in etwa der in der Grundgesamtheit. Knapp jedes vierte Unternehmen (27 Prozent) zählt zu diesem Typus. Sie bieten viele familienbewusste Maßnahmen an, verfügen über eine väterfreundliche Kultur und die meisten Väter nehmen Elternzeit.

Bei diesen vorbildlichen Unternehmen dürfte auch die von der Regierung geplante Einführung einer Auszeit nach der Geburt eines Kindes auf Zustimmung stoßen: Vorgesehen ist, dass Väter zwei Wochen lang bezahlt frei machen können, ohne wie bislang dafür Urlaub oder Elternzeit in Anspruch nehmen zu müssen.

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