Kreis Lörrach Frauen mit Führungsaufgaben

Die Oberbadische
„Spitzenfrau“ Irene Knauber berichtete. Foto: zVg Foto: Die Oberbadische

Das Karriereportal Spitzenfrauen-bw.de begleitet seit Anfang 2011 Frauen in Baden-Württemberg auf ihren individuellen Karrierewegen. Die regelmäßig stattfindenden Community-Treffen ermöglichen den Mitgliedern Einblicke in unterschiedlichste Unternehmen in verschiedenen Regionen in Baden-Württemberg, und die Möglichkeit sich untereinander zu vernetzen und auszutauschen. Initiiert und gefördert wird das Portal vom Landes-Ministerium für Finanzen und Wirtschaft (MFW), finanziert über Mittel des Europäischen Sozialfonds.

Kreis Lörrach. „Wir Frauen brauchen Flexibilität im Alltag, dann bekommen wir Beruf und Kinder auch unter einen Hut,“ erklärte Landrätin Marion Dammann den rund 40 Zuhörern, die zum Teil eine weite Anreise auf sich genommen hatten, um in Rheinfelden beim sechsten Community-Treffen des Webportals Spitzenfrauen-bw.de dabei zu sein. 140 Teilzeitmodelle gebe es allein im Landratsamt Lörrach.

Mit zwei Wochen Ferienbetreuung, während der aus dem Kreistagssaal ein Kindersaal wird, will die Kreisverwaltung beispielhaft vorangehen. Wobei es Dammann als Vertreterin des Landkreises nach eigenen Angaben nicht nur um die Vereinbarkeit von Beruf und Kinder geht, sondern um die Vereinbarkeit von Beruf und Familie, was auch die Betreuung von Senioren betrifft.

„Noch nie gab es so viele so gut ausgebildete Frauen in Baden-Württemberg wie heute“, konstatierte Dr. Birgit Buschmann, Leiterin des Referates Wirtschaft und Gleichstellung im MFW. Die Landesregierung habe sich auf die Fahne geschrieben, den Anteil von Frauen in Führungspositionen zu erhöhen: „Da müssen wir noch besser werden.“ Und die öffentlichen Arbeitgeber müssten mit gutem Beispiel voran gehen.

Andrea Lutz, Wirtschaftsbeauftragte und stellvertretene Geschäftsführerin der Wirtschaftsregion Südwest, hatte das Besuchsprogramm in Rheinfelden organisiert, um den Community-Mitgliedern von Spitzenfrauen-bw.de das Regionale Bündnis für Chancengleichheit Lörrach vorzustellen. Zielsetzung des Bündnisses ist es, Unternehmen bei der Umsetzung von Maßnahmen zur Förderung von Frauen in Führungspositionen zu unterstützen und einen unternehmensübergreifenden Austausch zu ermöglichen. Die im Netzwerk gesammelten Erfahrungen sollen Impulse zur Nachahmung geben. Aktuell kündigte Lutz die für den 8. Oktober geplante Gründung eines Führungsfrauenforums an.

Gastgeber des Communitytreffens war die Energiedienst Holding, eines der elf Bündnisunternehmen. Die auf dem Webportal www.spitzenfrauen-bw.de als positives Rollenvorbild portraitierte Spitzenfrau des Unternehmens, Irene Knauber, berichtete auch, dass es ihr gelungen ist, in ihrem Zuständigkeitsbereich als Leiterin des Geschäftsbereichs Service/Produktion eine gut funktionierende „Multi-Kulti-Gruppe“ aufzubauen, mit einem nach Alter, Geschlecht und Nationalitäten bunt gemischtem Team.

Vor 20 Jahren als Selbsthilfe für Mütter gegründet, hat sich das Familien- und Mütterzentrum Rheinfelden heute zu einem verlässlichen Kompetenzzentrum für Familien entwickelt, berichtete anschließend Geschäftsführerin Ilona Fritz-Schild. Ihr Erfolgsgeheimnis: „Alltagsexpertinnen schaffen eine angenehme familien- und vertrauensbildende Atmosphäre.“ Auch das Familienzentrum ist Partner des Regionalen Bündnis für Chancengleichheit.

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