Von Marco Fraune

Das dritte energetische Quartierskonzept in Weil am Rhein stößt bei den betroffenen Haus- und Grundstückseigentümern auf gute Resonanz. Zum ersten Info-Termin für den Bereich Leopoldshöhe kamen gut 40 Interessierte. „Es war eine sehr gute Auftaktveranstaltung“, freut sich Erster Bürgermeister Christoph Huber über die Resonanz.

Weil am Rhein. Vorbehalte, dass für Handwerksunternehmen Aufträge generiert werden sollten, habe es gegeben, doch diese seien ausgeräumt worden. Die Bandbreite der Interessierten reichte laut Huber von Neubau-Inhabern bis zu Haus-Eigentümern, die eine 35 Jahre alte Heizungsanlage im Keller stehen haben, welche also nach der aktuellen Gesetzgebung ausgetauscht werden muss. Danach muss der Anteil der regenerativen Energie mindestens 15 Prozent betragen. Auch diese Potenziale sollen mit dem Konzept erschlossen werden.

Rolf Pfeifer, der als Geschäftsführer von „endura kommunal“ mit dem energetischen Quartierskonzept von der Stadt beauftragt wurde, bot bei dem Info-Termin einen Überblick über Sinn und Zweck dieser Maßnahme – Klimawandel, Energiewende und Sanierungsbedarf lauteten Stichworte.

Welche Sanierungen vorteilhaft sind, kam dabei ebenso zur Sprache. „Es ist eine ganz objektive Beratung“, blickte Huber gestern im Gespräch mit unserer Zeitung auf die am Montagabend gelieferten Infos, auf die in der vergangenen Woche im Rahmen eines Pressegesprächs geblickt wurde (wir berichteten).

Als Anreiz, die zur Verfügung gestellten Fragebögen für Haus- und Grundstückseigentümer auszufüllen, gibt es eine kostenlose Thermografie des jeweiligen Gebäudes. In Friedlingen belief sich die Rücklaufquote auf 48 Prozent. Die Fragebogen-Aktion ist nun auch der nächste Schritt, der im Rahmen der Erstellung des Konzeptes gemacht wird. Auch die Potenziale der E-Mobilität und -Nutzung werden abgefragt.

Der Stadt ist wichtig, dass der direkte Kontakt mit den Bürgern erfolgt. Schließlich geht es auch um Themen wie Fassaden- und Dachdämmung oder neue Fenster. Solarthermie-Potenziale sollen ermittelt werden. Blockheizkraftwerke sind ebenso ein zentraler Baustein.

Bürgermeister Rudolf Koger stellte bei der Auftaktveranstaltung außerdem noch das Nah- und Fernwärmenetz in Weil am Rhein vor. In diesem Zusammenhang ging es ebenso um Anschlussmodalitäten und Preise. Bisher stieß die Fernwärme auf gute Resonanz in Weil. Für das Johannesquartier ist beispielsweise schon der Wille zum Anschluss artikuliert worden. „Das Thema hat an Dynamik gewonnen“, erklärte OB Wolgang Dietz beim Pressegespräch. Es gelte, auch die wirtschaftlichen Anreize aufzuzeigen, so Pfeifer. Denn Eigentümer würden nicht mit Vollkosten, sondern oft nur mit den reinen Verbrauchskosten rechnen.

Das Quartierskonzept Leopoldshöhe soll noch vor der Sommerpause des Gemeinderats im nächsten Jahr dort vorgestellt werden.