Kreis Lörrach „Herausfordernd und gleichermaßen spannend“

mcf , aktualisiert am 17.01.2022 - 09:14 Uhr
Zoë Schäuble bei der Arbeit in der Weiler Redaktion Foto: wz

Kreis Lörrach -  Wie wichtig gute Auszubildende sind, muss man vermutlich keinem Unternehmen erklären. Sie sichern langfristig die Arbeitskraft und bringen zudem eine andere (vielleicht auch neue) Sichtweise in den Arbeitsalltag ein. Auch das Verlagshaus Jaumann ist immer auf der Suche nach motivierten und wissbegierigen jungen Menschen wie Zoë Schäuble. Die Volontärin erzählt, wie ihre Ausbildung abläuft und was ihr besonders gut am Lokaljournalismus gefällt.

Wie lange arbeitest du schon als Volontärin?

Im April 2021 habe ich die Volontärsstelle in Weil am Rhein angetreten, seitdem bin ich in der Lokalredaktion eingesetzt.

Was ist für dich der Reiz am Journalismus?

Herausfordernd und gleichermaßen spannend finde ich den tagtäglichen Austausch mit den verschiedensten Menschen. Als Journalist ist man von Berufs wegen sozusagen gezwungen, sich auf jeden ohne Vorbehalte einzulassen. Das fordert – macht aber auch sehr viel Spaß. Außerdem mag ich es, wenn Menschen leidenschaftlich von ihren Projekten oder Erlebnissen berichten. Die Begeisterung springt über, und dann macht es umso mehr Freude, die Geschichten niederzuschreiben.

Und was gefällt dir im Lokalen besonders?

Die redaktionellen Texte schreibt man für die Menschen, deren Inhalt sie in der Regel auch selbst betreffen. So entsteht auch eine Bindung zwischen den Berichterstattenden und mir als Vermittler. Außerdem lerne ich die Gegend, in der ich selbst auch aufgewachsen bin, nochmal aus einem völlig neuen Blickwinkel kennen.

Wie sieht dein Arbeitsalltag aus?

Morgens konferieren wir und besprechen die Seitenplanung und Termine. Anschließend kümmere ich mich um die zu schreibenden Texte, nehme Termine wahr, fotografiere und telefoniere. Obwohl es natürlich Strukturen gibt, die jeden Tag ähnlich ablaufen, passieren doch von Tag zu Tag unterschiedliche Dinge. Glücklicherweise teile ich den Arbeitsplatz mit netten Kollegen, sodass kurze Gespräche und der ein oder andere Witz auch die stressigen Tage erträglich machen.

Unser Medienhaus arbeitet immer mehr digital. Wie wirkt sich das auf deine Ausbildung aus?

Die meisten umfangreicheren Artikel erscheinen mittlerweile nicht nur in der gedruckten Ausgabe, sondern auch online. Das macht die Arbeit teilweise anspruchsvoller, man hat aber gleichzeitig auch die Möglichkeit, kreativ zu sein, indem man für die Leser der Online-Ausgabe beispielsweise Bildergalerien zu den Artikeln erstellt und nicht, wie in der gedruckten Zeitung, nur ein oder zwei Bilder. Der Online-Sektor wird in Zukunft eine immer größere Rolle spielen, hier gelingt es, wichtige Informationen noch am selben Tag zu teilen.

Was hat dich an der Ausbildung überrascht? Was hättest du nicht erwartet?

Anders als in anderen Ausbildungen wird man hier schon von Beginn an weitestgehend zur selbstständigen Arbeit angeleitet. Ich hatte nicht damit gerechnet, direkt in der ersten Woche alleine Termine zu erledigen. Das hat mich überrascht und mich am Anfang Überwindung gekostet – so habe ich aber auch in kurzer Zeit schon sehr viel dazugelernt.

Wie bist du auf das Volontariat aufmerksam geworden?

Ich habe im Bachelor und Master Sprachwissenschaften und Germanistik studiert und mich schon immer für das Schreiben begeistert. Außerdem habe ich kurz nach dem Abitur bereits ein mehrmonatiges Praktikum beim Verlagshaus Jaumann in Lörrach absolviert und konnte mir daher ein ungefähres Bild machen, wie mein Arbeitsalltag künftig aussehen könnte. Nach meiner Bewerbung über das Online-Bewerberportal wurde ich für ein paar Tage zum Probearbeiten eingeladen, und dann fiel schon relativ bald die Entscheidung.

Was gefällt dir am Verlagshaus Jaumann als Arbeitgeber?

Ich bin umgeben von einem tollen Team von hilfsbereiten, netten Kollegen, die mir wirklich alle Fragen beantworten. Ich kann bisweilen auch eigene Ideen für die Recherche einbringen, und meine Meinung wird gehört. Von Beginn an wurde ein hohes Maß an Eigenverantwortung vorausgesetzt, was mir die Chance zur persönlichen Weiterentwicklung bietet.

Was willst du künftigen Volontären mit auf den Weg geben?

Fragen zu stellen ist in diesem Beruf ein absolutes Muss. Sei es, die Kollegen nach Feedback zu fragen – denn so lernt man viel – oder in Interviews noch einmal genauer nachzubohren. Die Ruhe selbst in stressigen Situationen zu bewahren. Das mag am Anfang schwer fallen, mit der Zeit wird man aber gelassener. Wer Neuem offen gegenübersteht, hat hier eine tolle Chance, viele Erfahrungen zu sammeln, die einen nicht nur beruflich, sondern auch menschlich weiterbringen.

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