Kreis Lörrach (lu). Die Mobile Jugendarbeit, die Fachdienste Kindertagespflege sowie das Kinder- und Jugendtelefon dürfen weiter auf Förderungskontinuität und die Unterstützung durch den Landkreis Lörrach setzen. Jeweils einstimmig gab der Kreis-Jugendhilfeausschuss grünes Licht für die beantragten Mittel. So werden in diesem Jahr für die Mobile Jugendarbeit 59 000 Euro gewährt. Das Kummertelefon bekommt 5000 Euro, und die Fachdienste Kindertagespflege erhalten 680 Euro pro bestehendem Tagespflegeverhältnis.

„Hier wird wirklich tolle Arbeit geleistet“, lobte Gunter Halter (Freie Wähler) die Leistungen in der Mobilen Jugendarbeit (Streetwork). Es sei ein Gewinn für alle, das Geld mithin gut angelegt. Streetworker gehen bei ihrer Arbeit an Plätze und Orte, wo die Jugendlichen sich aufhalten. Sie erreichen dadurch auch diejenigen Jugendlichen, die sonst nicht erreicht werden.

Die gewährten 59 000 Euro verteilen sich auf Lörrach (18 250 Euro) und Weil am Rhein (14 500 Euro), geleistet durch die Dieter-Kaltenbach-Stiftung. 10 500 Euro bekommen jeweils die Städte Rheinfelden und Schopfheim (jeweils eine Vollzeitstelle) sowie 5250 Euro die Stadt Todtnau und der GVV Schönau (eine 0,5-Vollzeitstelle). Gabriele Weber (SPD) regte letztlich noch an, dass es eine Präsentation aller Streetworkprojekte im Ausschuss geben möge. Dies stellte Hanspeter Hüttlin (CDU), der stellvertretend die jüngste Sitzung leitete, für die nahe Zukunft in Aussicht.

Uneingeschränkt und im gleichen Umfang wie bisher wird auch das bestehende Sorgentelefon für Kinder und Jugendliche gefördert. Dem Kinderschutzbund (KSB) wurde dafür ein herzliches Dankeschön gesagt, der seit 1993 diese Einrichtung betreibt. Es bietet Kinder und Jugendlichen in Problemlagen eine leicht zu erreichende Gesprächsmöglichkeit an. Themenschwerpunkte waren die Beziehung zu den Eltern, die Schule, teils auch sexueller Missbrauch sowie vor allem die Problematik der Jugendlichen mit sich selbst.

Weil sich die bisherige Fördersystematik für die Fachdienste Kindertagespflege bewährt hat, soll daran weiter festgehalten werden. Insgesamt hat der Landkreis 434 000 Euro bereitgestellt. Da derzeit nur 558 Tagespflegeverhältnisse zu fördern sind, wird mit einer Minderausgabe von 57 000 Euro gerechnet, so Referatsleiter Udo Wegen.