Kreis Lörrach Hommage an den Blues

Electrified Soul treten mit Sängerin Alexis Camara am 13. April in Utzenfeld auf. Foto: zVg

Regio - "Wir haben eine bewegte Zeit hinter uns“, sagt Manfred Bockey von Jazz- und Blues Südbaden – Exbluesive rückblickend. Darunter viele Höhepunkte, aber auch ein paar Wermutstropfen. So litt der Verein im vergangenen Sommer bei seinem ambitionierten dreitägigen Festival in den drei Städten Schopfheim, Wehr und Bad Säckingen unter Wetterpech.

Außerdem habe man den Wegfall des Konzertorts „Wildhouse“ auf der Schweigmatt als Veranstaltungsort verdauen müssen. „Beim Abschiedskonzert mit der Latvian Blues Band war die Bude dann noch mal so richtig voll“, schwärmt Bockey.

Trost für die engagierten Blues-Fans im Verein und ihr Publikum: Mit der „Krone“ in Tegernau konnte ein stimmiger Veranstaltungsort neu hinzugewonnen werden, der funktioniert und angenommen wird. „Wir suchen aber auch weiterhin nach passenden Locations“, ergänzt er. Neben der ruhigeren, konzentrierteren Atmosphäre in der Kirche St. Agathen in Fahrnau, wolle man auch partytaugliche Orte im Repertoire haben. Neu dabei ist nun das Gasthaus „Eiche“ in Utzenfeld. Statt dem Kesselhaus wird der Gewölbekeller in Weil am Rhein bespielt.

In der neuen Saison werden 13 Konzerte mit 13 verschiedenen Bands an vier Orten gegeben. „Es sind alles exklusive Konzerte, keine Wiederholungen“, betont Bockey.

Hochkaräter und Regio-Größen

Das zweigleisige thematische Konzept soll beibehalten werden. Das bedeutet: Auf der einen Seite holt der Verein echte Hochkaräter des Blues, auch aus den USA, in die Regio. Auf der anderen Seite sollen auch gute regionale Bands ein Forum bekommen. Als Beispiel nennt er Flo Bauer mit seinem Acustic Trio (28. Juli in Tegernau). Oder die aus dem Südschwarzwald und der Schweiz stammende Band Electrified Soul mit der unverkennbaren kraftvollen Bluesstimme von Sängerin Alexis Camara (13. April in der Eiche in Utzenfeld). „Das gibt ein Bluesrock-Party-Feuerwerk zum Saisonende.“ Die Band aus Gschwend schaffe es immer wieder, bei Liveauftritten das Publikum mitzureißen, zum Tanzen zu bringen und die Seele mit ihrem unverkennbaren Sound zu elektrifizieren. Die fünfköpfige Bluesrock Band wurde 2017 und 2018 für den German Blues Award in gleich zwei Kategorien nominiert: „Beste Blues Band“ und „Beste Weibliche Bluesstimme“. „Die Band lässt einen glauben, man sei in einem Roadhouse in Austin oder Louisiana.“

„Langsam bekommen wir mit unseren Konzertreihen ein richtiges Stammpublikum“, sagt Bockey. Der Verein etabliere sich zusehends in der Regio. Das im Schnitt eher ältere Publikum würde der Verein gerne verjüngen. „Wir wollen das auf mehreren Schienen versuchen, und denken über Kooperationen mit Schulen oder anderen Einrichtungen nach.“

Auch das Bluesfestival wird dieses Jahr wieder stattfinden: am 23. und 24. August in Wehr und Schopfheim; Bad Säckingen fällt diesmal als Veranstaltungsort aus. Die Bands stehen weitgehend fest, genaueres wird nach der Bestätigung bekannt gegeben. Die dritte Auflage wird als Schwerpunkt den Chicago Blues haben: Nach der Wiege des Blues, Afrika, und dem Delta Blues ist nun dieses Thema dran. Mit der Industrialisierung zogen viele ehemalige Sklaven als Arbeiter in den Norden Amerikas, um dort zu arbeiten: Ihre Musik nahmen sie mit. Doch statt auf den weiten Feldern des Südens wurde nun in lauten Kellerkneipen gespielt: was eine neue Stilrichtung, mit elektrischer Gitarre, mit sich brachte, führt Bockey aus.

Vor dem Festival gibt es weitere Konzert-Höhepunkte: am 30. April der Auftritt von Chris Farlowe im Weiler Gewölbekeller; am 2. Mai tritt Zac Harmon, Gewinner des Blues Music Award aus Jackson in St. Agathe auf.

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