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Kreis Lörrach Hospiz am Buck als Insel der Menschlichkeit

Peter Ade
Das Lörracher Hospiz steht am Buck in Stetten. Foto: Peter Ade

In Lörrach befindet sich das einzige stationäre Hospiz in der Region zwischen Konstanz und Freiburg. Nun wird es um sechs auf zwölf Plätze erweitert.

In der Mitgliederversammlung des Förderkreises Hospiz am Buck berichtete Vorsitzender Klauspeter Huck über den aktuellen Stand des geplanten Ausbaus um sechs auf zwölf Plätze. Ziel ist es, auf zwei Stationen je sechs Betten für sterbenskranke Menschen vorzuhalten.

Voraussichtlich Mitte Mai beziehen die Gäste ein Übergangsquartier im Komplex der Wohnbau Lörrach auf dem Conrad-Areal. Der Umzug bringe allen Beteiligten eine große Belastung. Doch bleibe der laufende Betrieb gesichert. Huck wörtlich: „Wenn jemand aus persönlichen Gründen das Hospiz schlecht redet, so mag dies als Einzelmeinung stehen bleiben.“

Derzeit wird laut Huck über die Finanzierung der Erweiterung verhandelt. Der Vorstand des Förderkreises habe nach Rücksprache mit dem Finanzamt der Körperschaft ein zinsloses Darlehen in Höhe von rund 600 000 Euro angeboten. Die Summe entspreche den freien Rücklagen

Die ersten Pläne

Zunächst wurde ein neues Hospiz in Tallage ins Auge gefasst – auf dem Areal der einstigen Filialkirche „Heilige Familie“ an der Käppelestraße, die in den Jahren 1965 bis 1967 errichtet und 2016 profaniert wurde. Schließlich dachte man an einen Neubau neben dem benachbarten Seniorenzentrum St. Fridolin auf dem Stettener Buck. Die Überlegung scheiterte jedoch an behördlichen Einwänden gegen den Bauplatz am Waldrand. Die Gesamtlösung sieht nunmehr den Ausbau samt Erweiterung der bestehenden Einrichtung am Joseph-Rupp-Weg 7 vor.

Für das Dachgeschoss sind ein Raum der Stille und ein Sitzungsraum vorgesehen. Der Aufzug soll bis oben durchgezogen werden. Im Untergeschoss gibt es neben neuen Büros eine Tagesgruppe mit acht bis zehn Plätzen für palliativ erkrankte Menschen, wobei Sterbenskranke tagsüber betreut werden, aber weiterhin zu Hause leben können.

Die Gründerjahre

Hoch über Lörrach ist das Hospiz am Buck eine Insel der Menschlichkeit. Es wurde im Oktober 2010 eröffnet. Die Gründungsidee hatte der frühere Direktor des St. Josefshauses Rheinfelden-Herten, Bernhard Späth.

In seiner nach der Gründung dreijährigen Amtszeit als Hospiz-Geschäftsführer hat Späth zusammen mit Pflegedienstleiterin Claudia Deichsel und der früheren Förderkreis-Vorsitzenden Jutta Vincent gediegene Aufbauarbeit geleistet. Die finanzielle Basis bildet eine im Jahr 2014 ins Leben gerufene Stiftung, die mittlerweile über ein Kapital von rund 800 000 Euro verfügt. Getragen wird das Haus von der „Hospiz am Buck gemeinnützige GmbH“. Gesellschafter sind das St. Josefshaus Herten, die Caritas im Landkreis Lörrach und das Diakonische Werk im evangelischen Kirchenbezirk Lörrach.

Das Einzugsgebiet

Das Einzugsgebiet der Gäste – es wird bewusst nicht von Patienten oder Bewohnern gesprochen – umfasst den gesamten Landkreis Lörrach, den Landkreis Waldshut, den südlichen Teil des Kreises Breisgau-Hochschwarzwald und Teile der Nordwestschweiz.

Der Förderkreis befindet sich mit 1240 Mitgliedern im Aufwind. Aus Mitgliedsbeiträgen und Spenden trägt er unter anderem zum Ausgleich des jährlichen Defizits bei und finanziert Angebote zur Verbesserung der Betreuungsqualität auf kulturellem Gebiet.

In seinem Bericht bedauerte der Vorsitzende das Ausscheiden der langjährigen Pflegedienstleiterin Claudia Deichsel. Sie habe seit Gründung des Hauses mit ihrem Team großartige Aufbauarbeit geleistet. Ausscheiden wird auch Elke Schreiber als Leiterin der ehrenamtlichen Helfer. Zwischenzeitlich hat Heike Lechner die Arbeit übernommen.

Die Personallage

Gesucht wird eine neue Koordinatorin oder ein Koordinator für das Ehrenamt. 17 Personen sind aktuell in der Sterbebegleitung im Hospiz tätig, vier davon absolvieren die Ausbildung in der Manoah-Schule Lörrach, eine weitere Kraft wird in Schramberg geschult.

Bei den Wahlen zum Vorstand des Förderkreises wurde Susanne Wetzel als zweite Vorsitzende für weitere zwei Jahre bestätigt. Wiedergewählt wurde Anton Reize als zweiter Kassierer mit Zuständigkeit für die Mitgliederverwaltung. Neue Schriftführerin ist Doris Bürgin-Müller, neue Beisitzerin Anne Doris Müller, als Kassenrevisor fungiert Frieder Speck.

Weitere Infos unter www.hospiz-am-buck.de , E-Mail: info@hospiz-am-buck.de

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