Kreis Lörrach Im Landkreis kracht es weniger häufig

Michael Werndorff
781 Unfälle waren mit Personenschäden verbunden, insgesamt krachte es im Landkreis Lörrach im vergangenen Jahr 2639 Mal. Foto: pixabay

Im Landkreis Lörrach gab es im vergangenen Jahr deutlich weniger Verkehrstote. Zudem zählte die Polizei weniger Leicht- und Schwerverletzte bei sinkenden Unfallzahlen.

Wie aus der am Mittwoch vorgestellten Unfallstatistik 2023 für den Stadtkreis Freiburg sowie die Landkreise Breisgau-Hochschwarzwald, Emmendingen, Lörrach und Waldshut hervorgeht, hat die Zahl der Unfälle im Vergleich zum Vorjahr abgenommen. Das reduzierte Unfallniveau zeigt sich auch im Landkreis Lörrach in fast allen Erfassungsbereichen.

Im Landkreis Lörrach krachte es vergangenes Jahr insgesamt 2639 Mal, 781 Unfälle waren mit Personenschäden verbunden – im Vorjahr waren es noch 2813 Unfälle, davon 848 mit Personenschäden. Gezählt wurden 797 Leicht- und 163 Schwerverletzte. Zudem sank auch die Zahl der in Verkehrsunfällen getöteten Menschen, und zwar von zehn auf fünf.

Die Zahl der PKW-Unfälle belief sich auf 2195. Während im Vorjahr 377 Fahrradfahrer in Unfälle verwickelt waren, registrierte die Polizei für 2023 einen Rückgang von 42 Vorfällen im Landkreis Lörrach. Zudem sank die Zahl der Pedelecunfälle um drei auf 114, während es im gesamten Bereich des Polizeipräsidiums Freiburg eine Zunahme von drei Prozent zu verzeichnen gab. Zu Unfällen unter Drogeneinfluss kam es im Landkreis Lörrach zehnmal – Vorjahr elf.

„Erfreulich ist der deutliche Rückgang bei den Unfällen mit schweren Folgen im Jahr 2023. Umso mehr ist das für uns Antrieb, unsere Verkehrssicherheitsarbeit weiter auf hohem Niveau zu halten“, kommentierte Polizeivizepräsident Matthias Zeiser das Zahlenwerk. Und Uwe Oldenburg, Leitender Polizeidirektor, erklärte: „Die Unfallzahlen unter Beteiligung von Radfahrern sind zwar rückläufig, dennoch bildet unsere Fahrradkonzeption auch im Jahr 2024 einen Schwerpunkt, damit dieser Trend möglichst verstetigt werden kann.“

Die Jahresbilanz zählt insgesamt 24 031 Verkehrsunfälle (plus 5,3 Prozent). Rückgänge im Bereich des Polizeipräsidiums Freiburg gab es insbesondere bei Unfällen mit Motorrädern (minus 8,8 Prozent), Fahrrädern ohne Elektroantrieb (minus 4,1) oder unfallbeteiligten Kindern (minus 4,4).

Steigerungen wurden bei Verkehrsunfällen mit Eletrokleinstfahrzeugen, den sogenannten E-Scootern (plus 25 Prozent), Lkws (plus 7,9), Pkws (plus 4,3) oder Pedelecs ( plus drei) verzeichnet. Eine steigende Tendenz verzeichnete die Polizei zudem bei Verkehrsunfallfluchten (plus 6,9 Prozent). Trotz der steigenden Gesamtunfallzahlen war bei den schweren Unfallfolgen, also bei Schwerverletzten (minus 13,2 Prozent) und Getöteten (minus 20), ein deutlicher Rückgang zu verzeichnen. Seit Bestehen des Polizeipräsidiums Freiburg lag die Anzahl der Schwerverletzten noch nie unterhalb des im Jahr 2023 registrierten Werts, heißt es weiter. Insgesamt kamen im vergangenen Jahr 40 Menschen im Straßenverkehr ums Leben.

Unfallursachen bei den schweren Verkehrsunfällen waren nicht angepasste Geschwindigkeit (23 Prozent) vor Alkoholeinfluss und Vorfahrtsverletzungen (jeweils sieben Prozent). Bei 18 Prozent der schweren Verkehrsunfälle konnte keine Ursache bestimmt werden.

Im Rahmen der Verkehrssicherheitsarbeit wurden in Schopfheim zur Eindämmung von Verkehrsunfällen an zwei Zufahrten zur B 317 Ampelanlagen installiert, wie das Polizeipräsidium weiter informiert. Zudem sollen mit Blick auf Motorradunfälle neue Geschwindigkeitsbegrenzungen und Fahrbahnmarkierungen voraussichtlich im laufenden Jahr realisiert werden, wie weiter zu erfahren ist.

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