Kreis Lörrach Kreis setzt auf Photovoltaik

Kathryn Babeck
Der Landkreis Lörrach setzt auf dem Weg zur Klimaneutralität verstärkt auf Photovoltaik. Die Grünen haben jetzt einen entsprechenden Antrag im Kreistag eingebracht. Foto: Pixabay

Die Verwaltung greift einen Antrag der Grünen-Fraktion auf.

Mit 21 Tagesordnungspunkten hatte der Kreistag eine lange und intensive Liste an unterschiedlichsten Themen abzuarbeiten.

Haushaltsdefizit

Zunächst brachte Landrätin Marion Dammann den Haushalt für das Jahr 2024 ein, er soll im November verabschiedet werden. Diesmal ist ein Defizit von 14 Millionen zu verzeichnen. Auffallend ist, dass die Steuereinnahmen um mehr als neun Prozent gestiegen sind. Zudem gibt es Mehreinnahmen durch die Kreisumlage von mehr als 35 Prozent. Es handelt sich um eine Summe von 18 Millionen Euro, die Städte und Gemeinden an den Kreis zahlen müssen (wir berichteten).

Autarke Stromerzeugung

Eine etwas intensivere Debatte entspann sich bei dem Antrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen zu einem Strombilanzkreismodell. Grundgedanke bei diesem Antrag ist, dass der Landkreis sich weitgehend selbstständig mit Strom durch eigene Energieproduktion versorgt und somit zum Ausbau der erneuerbaren Energien beiträgt. Dazu soll ein sogenanntes Strombilanzkreismodell erstellt werden. Die Stromverbrauchs- und Einspeisedaten werden dabei miteinander verrechnet. Langfristiges Ziel dieses Antrags sei es, die Energiekosten und die Kreisfinanzen zu stabilisieren. Heiner Lohmann von den Grünen sagte dazu, viele Kreisliegenschaften hätten noch keine Fotovoltaikanlagen auf den Dächern und diese wären ein Beitrag zur Klimaneutralität.

Verwaltung schließt sich an

Landrätin Marion Dammann griff dies auf. Der Kreisverwaltung sei es wichtig, Gebäude, überdachte Frei- und Parkflächen untersuchen zu lassen. Die Versorgung mit Solarstrom solle schneller als geplant vonstatten gehen.

Ulrich May, Fraktionssprecher der Freien Wähler, zollte der Verwaltung Respekt, dass sie diesen Antrag aufgegriffen hat. Klaus Eberhardt (SPD) fügte hinzu, dass man das kommunale auf bürgerschaftliches Engagement in Richtung Gründung von Genossenschaften ausdehnen solle. Wolfgang Fuhl (AfD) meinte, er werde sich der Stimme enthalten. Der Antrag gehe zwar in die richtige Richtung. Das Projekt müsse jedoch richtig geprüft werden.

Dietmar Ferger, ohne Parteizugehörigkeit und als Teil der Querdenkerszene bekannt, sieht in dem Antrag eine Kooperationsabsicht der öffentlichen Hand mit der Privatwirtschaft. Der Antrag wurde mit fünf Enthaltungen angenommen.

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