Eine Woche vor der eigentlichen Bundestagswahl können Schüler, die noch nicht wahlberechtigt sind, ihre Stimme bei der „Juniorwahl 2017“ abgeben. Insgesamt beteiligen sich rund 87 300 Schüler an 361 Schulen aus Baden-Württemberg an dem bundesweiten Schulprojekt, as vom Kultusministerium unterstützt wird.

Das Projekt führt Jugendliche an Wahlen als zentralen Akt demokratischer Willensbildung heran und bereitet sie so auf ihre eigene Beteiligung im politischen System vor. „Durch die Juniorwahl können die Schülerinnen und Schüler Demokratie ganz praktisch erleben. Sie lernen, ihr Urteilsvermögen zu stärken und sich aktiv in unsere Gesellschaft einzubringen. Deshalb freut es mich besonders, dass das Interesse an Politik unter den Jugendlichen so groß ist, und ich begrüße es sehr, dass sich so viele Schulen an dem Projekt beteiligen“, sagt Kultusministerin Susanne Eisenmann.

Schüler organisieren Wahl Das didaktische Konzept des Projekts sieht zunächst eine intensive unterrichtliche Vorbereitung zu den Themen Demokratie und Wahlen vor. Anschließend organisieren die Schüler den Wahlakt, indem sie den Wahlvorstand bilden, das Wählerverzeichnis anlegen und Wahlbenachrichtigungen verteilen. Auf diese Weise verbindet das Projekt Unterricht und Praxis und fördert die politische Bildung der Jugendlichen.

Seit 1999 führt der gemeinnützige und überparteiliche Verein Kumulus im Auftrag des Deutschen Bundestags das Projekt „Juniorwahl“ durch. Parallel zu Landtagswahlen, Bundestagswahlen und Europawahlen werden im Unterricht ab Klassenstufe 7 simulierte Wahlen etwa einen Monat lang inhaltlich vorbereitet und durchgeführt. In diesem Jahr beteiligen sich deutschlandweit mehr als 3 000 Schulen und eine Million Schüler an der Juniorwahl zur Bundestagswahl.