Kreis Lörrach Wettbewerbsfähig bleiben

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Vertreter von Firmen aus Pharma und Chemie sowie Vertreter aus Bildung und Politik sitzen gemeinsam am Runden Tisch des Vereins „Chemie und Pharma am Hochrhein“. Foto: zVg

Der Verein „Chemie und Pharma am Hochrhein“ hatte jüngst zu einem Runden Tisch ins Innocel Lörrach eingeladen. Teilnehmer waren am Hochrhein ansässige Mitgliedsunternehmen, Städte und Gemeinden, der Landkreis Lörrach, die Agentur für Arbeit, die Gewerbeschule und Wirtschaftsförderer sowie die Verbände der Chemie- und Pharmaindustrie Baden-Württemberg.

Regio. Die Gesprächspartner wollten sich über brandaktuelle Themen, die alle betreffen, austauschen, wie es dazu in einer Pressemitteilung des Vereins heißt.

In der Begrüßung betonte Martin Häfele, Vorsitzender des Vereins und Geschäftsführer der DSM Nutritional Products GmbH, die Besonderheit dieses Zusammenschlusses: „Die Konstellation aus chemischer und pharmazeutischer Industrie, Landkreisen, Kommunen, Verbänden und Gewerkschaften mit dem Ziel des Dialogs ist einzigartig in Deutschland.“

Mit einer kurzen, zusammenfassenden Präsentation über die Standorte, Produkte und zukünftige Aktivitäten der Mitgliedsunternehmen wurden die Teilnehmer auf die Tagesthemen Transformation der chemischen Industrie sowie Fachkräfte eingestimmt.

Transformation in vielen Bereichen

Das Thema „Transformation der chemischen Industrie- Digitalisierung, Energiewende und Klimaschutz“ ist von grundlegender Bedeutung für die Chemie- und Pharma-Branche. Die Produktion beziehungsweise Bereitstellung von grünem Wasserstoff ist ein Beispiel für die Transformationsherausforderungen. Das Mitgliedsunternehmen Evonik Operations GmbH stellte dazu das Forschungsprojekt „H2 Chemie 2050” vor, an welchem Evonik zusammen mit der Hochschule Pforzheim arbeitet.

Ziel des Projekts ist es laut Pressemitteilung nicht nur, mittels Ökobilanzierung und techno-ökonomischer Analysen den idealen Transformationspfad hin zu einer grünen Wasserstoffwirtschaft in der chemischen Branche zu beschreiben. Vielmehr wirft das Spezialchemieunternehmen gemeinsam mit den Forschern auch einen Blick darauf, wie eine H2-Wertschöpfungskette am Hochrhein aussehen kann.

Im zweiten Themenblock ging es um Fachkräfte und Auszubildendengewinnung. Fast alle Unternehmen und Beiräte beklagen einen Mangel an Fachkräften oder Auszubildenden. Der Verein begrüßt die Initiative „virtueller Jobbus“, die von Jennifer Schmucker, Agentur für Arbeit in Lörrach, vorgestellt wurde. Hierbei erleben Schüler hautnah verschiedene Branchen und Betriebe. Jugendliche, drehen, nach Vorbereitung im Unterricht, Videos in Ausbildungsbetrieben und teilen diese dann mit ihren Mitschülern. Mit dieser digitalen Form der Information, soll jungen Menschen auch Einblicke in Berufe ermöglicht werden, die sie in ihrer persönlichen Berufswahl bisher gar „nicht auf dem Schirm” hatten.

Viele Jugendliche haben etliche Berufe gar nicht „auf dem Schirm“

Sabine Graf, „Chemie und Pharma am Hochrhein e.V.“ stellte das „Science Mobil“, eine Aktion des Vereins im September, vor. Das „Science Mobil“ macht Halt an Schulen in der Region und präsentiert interaktive Wissenschaftsshows, die Schüler für die Ausbildung in der Chemie und Pharma begeistern sollen.

Die Teilnehmer des Dialogs sind sich einig, dass solche Austausche wichtig sind, um sich noch besser kennenzulernen und gemeinsam die Weichen zu stellen, damit die Region auch zukünftig wettbewerbsfähig bleibt.

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