Kreis Lörrach Zur Arbeit über die Grenze fahren

Die Oberbadische
Gut zwei Drittel aller Grenzgänger im Landkreis Lörrach wohnen in Lörrach, Rheinfelden, Weil am Rhein und in Grenzach-Wyhlen. Foto: Die Oberbadische

Regio - Rund 35 500 Menschen leben in den Landkreisen Lörrach und Waldshut, die zum Arbeiten in die Schweiz fahren. Ein Großteil von ihnen wohnt in den großen Städten entlang der Grenze. Allein in Lörrach sind es 5286 Pendler, wie die Wirtschaftsregion Südwest jetzt mitteilt.

Diese „Grenzgänger“ sind laut Mitteilung aber in den deutschen Statistiken zur Beschäftigung nicht aufgeführt. Das Schweizer Bundesamt für Statistik in Neuchâtel publiziert die Grenzgängerzahlen regelmäßig auf Basis der deutschen Landkreise. Eine Auswertung für einzelne Gemeinden führt die Wirtschaftsregion Südwest jährlich mit Hilfe der von Schweizer Seite zur Verfügung gestellten Originalzahlen durch. Demnach pendelten im vergangenen Jahr insgesamt 21 372 Personen aus dem Kreis Lörrach und 14 218 Personen aus dem Kreis Waldshut zur Arbeit in die grenznahe Schweiz. Somit ist die Zahl der Grenzgänger aus den Kreisen Lörrach und Waldshut leicht angestiegen.

Grenzgänger wohnen oft in großen Städten

Für den Kreis Lörrach gilt ähnlich wie in den Jahren zuvor, dass ein Großteil der Pendler in den großen Städten entlang der Grenze wohnhaft ist: Gut zwei Drittel der Grenzgänger wohnen in Lörrach (5286), Rheinfelden (3486), Weil am Rhein (3297) und Grenzach-Wyhlen (2175).

DIe Arbeitsstätte vieler Pendler aus dem Landkreis Lörrach ist der Kanton Basel-Stadt, wo insgesamt 10 351 Personen, und somit beinahe die Hälfte aller Grenzgänger, arbeiten. In den Kanton Basel-Landschaft fahren täglich 6500 Arbeitnehmer zur Arbeit.

Nummer eins der Zielkantone für die Bewohner des Kreises Waldshut ist der Kanton Aargau. Knapp die Hälfte der Grenzgänger, nämlich insgesamt 6886 Personen, pendelte dorthin, gefolgt von 3415 nach Zürich und 1281 nach Schaffhausen.

Anders als im Landkreis Lörrach wohnt nur knapp ein Viertel der gesamten Grenzgänger aus dem Landkreis Waldshut zusammengerechnet in den großen Städten Waldshut-Tiengen, Bad Säckingen, Laufenburg und Wehr. Dennoch liegt auch hier der Schwerpunkt in den grenznahen Kommunen am Rhein.

Grenzgängerdichte in Inzlingen am größten

Etwas anders sieht es bei der Grenzgängerdichte aus. Diese errechnet sich aus dem Quotienten der Grenzgänger an allen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten am Wohnort. Sie trifft die beste Aussage darüber, wie viele Arbeitnehmer eines Wohnortes zum Arbeiten in die Schweiz fahren.

An der Spitze im Landkreis Lörrach stehen prozentual gesehen die Gemeinden Inzlingen (35,7 Prozent), Grenzach-Wyhlen (34,5 Prozent), Rümmingen (30,1 Prozent) und Binzen (29,4 Prozent). In den Städten ist die Grenzgängerdichte niedriger: Lörrach kommt auf 24,9 Prozent, Weil am Rhein auf 25,4 Prozent, in Rheinfelden sind es 23,8 Prozent und in Schopfheim lediglich 14,1 Prozent.

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