Kreiskliniken Abteilungen aus Rheinfelden ziehen nach Lörrach und Schopfheim

pm
Das Rheinfelder Krankenhaus wird geschlossen. Foto: Tim Nagengast

Die Vorbereitungen für die Verlegung der bisher im Kreiskrankenhaus Rheinfelden untergebrachten stationären Abteilungen sind abgeschlossen.

Der Umzug soll am 19. und 20. April stattfinden, wie die Kliniken des Landkreises Lörrach am späten Dienstagnachmittag mitteilten. Die Vorbereitungen seien abgeschlossen. Bis zur Inbetriebnahme des Zentralklinikums werden die Rheinfelder Abteilungen nach Lörrach und Schopfheim verlegt. Zugleich sei die ambulante und stationäre Notfallversorgung abgesichert, betonen die Kreiskliniken.

Voraussetzung für den Umzug der stationären Abteilungen aus Rheinfelden sei gewesen, dass weiterhin eine optimale medizinische Versorgung gewährleistet werde, wie es in der Mitteilung weiter heißt. Die stationäre Notfallversorgung werde durch die ausgebaute zentrale Notaufnahme des Standortes Lörrach und in Schopfheim sichergestellt und vom Rettungsdienst direkt angefahren.

Notarztstandorte bleiben

Die Notarztstandorte Lörrach, Rheinfelden und Schopfheim bleiben erhalten. Die notärztliche Versorgung durch den Rettungsdienst wird wie bisher durch Ärzte der Kreiskliniken Lörrach an den Standorten Lörrach, Rheinfelden, Schopfheim und Binzen sichergestellt.

Ein Medizinisches Versorgungszentrum (MVZ) wird an zentraler Stelle in Rheinfelden (Friedrichstraße 23) eingerichtet. Dieses wird von der bereits heute in Rheinfelden tätigen Oberärztin Bärbel Luxenburger besetzt. Die von den Kreiskliniken Lörrach betriebene Praxis für Akutmedizin des MVZ des Landkreises Lörrach in Rheinfelden soll ihren Betrieb bis Ende April aufnehmen, sobald die Kassenärztliche Vereinigung Baden-Württemberg (KVBW) zugestimmt hat. Damit soll eine Anlaufstelle für ambulante Notfälle in Rheinfelden ergänzend zu dem bestehenden Angebot im niedergelassenen Bereich eingerichtet werden, welche das ambulante Angebot in Rheinfelden langfristig absichere, heißt es seitens der Kreiskliniken.

Die getroffenen Maßnahmen fließen mit in das vom Landkreis bereits Ende 2022 auf den Weg gebrachten Förderprojektes „Gesund im Landkreis Lörrach – zukunftsfest versorgt“ ein. „Mit dem entwickelten Primärversorgungskonzept wird noch vor Inbetriebnahme des neuen Klinikums die Vernetzung ambulanter und stationärer Leistungen weiter vorangetrieben und die Zusammenarbeit mit den niedergelassenen Ärzten ausgebaut“, lässt sich Geschäftsführer Udo Lavendel zitieren.

Einspareffekte

„Neben dem signifikanten Beitrag zur wirtschaftlichen Gesundung der Kliniken des Landkreises Lörrach trägt die vom Kreistag beschlossene Umsetzung des Drei-Standort-Szenarios wesentlich dazu bei, die Qualität der Patientenversorgung und die Attraktivität der Arbeitgebermarke weiterzuentwickeln“, sagt Landrätin Marion Dammann und ergänzt: „Wir erreichen damit einen wichtigen Meilenstein auf dem Weg zu einem erfolgreichen Start des neuen Klinikums.“

Dank des Vorab-Umzugs könnten Patienten schon vor der Inbetriebnahme des Zentralklinikums von einer umfassenden interdisziplinären Versorgung profitieren, schreibt die Kreiskliniken GmbH. Durch die Verlagerung der Orthopädie nach Lörrach werde für die Patienten eine umfassendere Diagnostik an einem Standort ermöglicht. Komplexbehandlungen von älteren Patienten könnten durch die Verbindung von Akutgeriatrie und Alterstraumatologie fokussiert an einem Ort erfolgen.

Nachnutzung der Klinik Rheinfelden ist noch offen

Überlegungen zur Nachnutzung des Klinikgebäudes in Rheinfelden haben bereits begonnen und werden in den entsprechenden Gremien abgestimmt.

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