Laufen Frühlingserwachen im Grütt

Michael Hundt
400 Teilnehmerinnen und Teilnehmer in allen Altersklassen sorgen für einen neuen Teilnehmerrekord. Der jüngste Läufer war drei Jahre alt. Foto: Michael Hundt/Michael Hundt

Der Grüttlauf bot bei den Herren im Zehn-Kilometer-Lauf mit Omar Tareq zwar den fast schon gewohnten Sieger, der stellte aber mit 31:08 Minuten einen neuen Streckenrekord auf. Und auch die Teilnehmerzahl mit 400 Startern war ein neuer Rekord.

Die Gesichter von Christoph Geisler und Jochen Cerff waren nach dem Grüttlauf mehr als zufrieden. Gemeinsam mit der Stadt Lörrach hatte die Leichtathletik-Abteilung des TuS Lörrach-Stetten auch in diesem Jahr wieder den traditionellen Volkslauf im Grütt-Sportpark auf die Beine gestellt.

Erstmals Schüler-Pokal

Aber organisatorisch hatte sich im Vergleich zum Vorjahr einiges verändert – durchweg zum Positiven. Denn die Verantwortlichen um Christoph Geisler wollten der Traditionsveranstaltung nicht nur mehr Leben, sondern auch mehr Professionalität einhauchen. So erfolgte in diesem Jahr die Zeitnahme erstmals mittels elektronischer Erfassung – mit Ausnahme des Bambini-Laufs. Da bei den Jüngsten einfach der Spaß an der Bewegung im Vordergrund stand, gingen die 100 Läuferinnen und Läufer alle mit der Startnummer eins an den Start und es erfolgte auch keine Zeitnahme.

Rekordteilnahme

Geisler und Cerff wollten auch die Schulen mehr mit ins Boot nehmen, was auch gelang. Erstmals wurde auch ein Pokal an die beste Schule vergeben. Kein Wunder also, dass auch bei den Schülern die maximale Teilnehmerzahl von 100 Startern in der Gruppe erreicht wurde. Den Schul-Pokal holte sich die Grundschule Tumringen.

War in den vergangenen Jahren eine Nachmeldung selbst noch am Tag des Grüttlaufs möglich, so hieß es in diesem Jahr wie in der Spielbank schon frühzeitig „Rien ne va plus – Nichts geht mehr“, denn schnell war die Kapazität von 400 Startplätzen ausgeschöpft. Vor allem über Social Media gelang es den Verantwortlichen kräftig die Werbetrommel zu rühren.

Netzwerke greifen

„Wir wollten die Teilnehmerzahl steigern, haben mehr Professionalität reingelegt“, so Geisler. „Dabei hatten wir das Glück, dass die Stadt Lörrach mit rein kam.“ Die verschiedenen Netzwerke über den TuS Lörrach-Stetten, die Stadt Lörrach und auch direct help better future sowie die Kindersport Akademie griffen beim Grütt-Lauf perfekt ineinander und boten nicht nur vom Organisatorischen her, sondern auch von der Optik her ein sehr gutes Bild.

Auch wenn sich die Stadt Lörrach in einem erheblichen Maße am Grüttlauf in der Organisation beteiligte, soll dies keine Absage an den Stadtlauf in Lörrach sein.

Stadtlauf soll bleiben

In welcher Form der Stadtlauf in Zukunft ausgetragen werden soll, wird derzeit diskutiert. Vom Tisch ist das Thema auf keinen Fall, was Geisler im Rahmen des Grütt-Laufs auch noch einmal bekräftigte. „Es kann durchaus sein, dass wir dann da als Verein noch einmal tatkräftig gefordert werden“, so Geisler.

Was dann den Veranstaltern auch noch in der Karten spielte, waren die Wetterbedingungen am Sonntagvormittag. Kein Wind, angenehme Temperaturen und ein angenehmes Streckenprofil sorgten für zahlreiche Bestleistungen. So blieben mehr als 60 Läufer über zehn Kilometer unter der Marke von 45 Minuten. Der Grütt-Lauf wird indes auch im Ausland immer bekannter und lockt neue Teilnehmer nach Lörrach.

Jubiläum im Grütt

Und ein Jubiläum gab es beim Grüttlauf auch zu feiern: Martin Trauffer bestritt am Sonntag seinen 500. Volkslauf, durfte aus diesem Grund auch mit der gewünschten Startnummer 500 laufen. Am Ende wurde Trauffer mit einer Zeit von 47:03 Minuten 80 und wurde entsprechend gefeiert.

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