Lörrac Bunt, nass und intensiv

Lörrach - Fast komplett vom Regen verschont geblieben ist der Kinderumzug der Narrengilde am Dienstagmittag mit rund 2500 Teilnehmern, darunter etliche Guggemusiken. Neben tonnenweise Süßem und Kuscheltieren gab es für das Publikum auch einen besonderen Gast auf dem Narrenschiff „Annerösli“ zu bewundern.

„Das war toll, so viel Konfetti und Süßigkeiten, ganz anders als bei uns in Freiburg“, zeigte sich Dragqueen Betty BBQ mit Bollenhut begeistert nach ihrer ersten Teilnahme. Die Kultfigur gilt inzwischen als „inoffizielle Königin Freiburgs“, bietet Stadtführungen an und besuchte nun auf Einladung von Obergildenmeister Jörg Roßkopf erstmals die Lörracher Fasnacht. „Wir wollen damit zeigen, dass es um die Fasnacht und den Spaß geht – jeder ist willkommen, jeder darf mitmachen.“

Ebenfalls Kult, aber keineswegs Neulinge beim Umzug für den Nachwuchs: die Zeecheneegel-Clique. Sie sind traditionell der letzte Wagen und berühmt für die Unmengen an Süßigkeiten und Plüschtieren, die sie den kleinen Narren zuwerfen. „Über zwei Tonnen Material im Wert von etwa 10 000 Euro haben wir dieses Jahr wieder besorgt“, sagte der Vorsitzende Daniel Schwarz. So konnte die Clique, die in diesem Jahr ihren 20. Geburtstag feiert, wieder tausende Kinderaugen zum Leuchten bringen.

Schon am Start des Umzugs in der Grabenstraße war die Stimmung großartig. In der unübersichtlichen Menge bunter Verkleidungen, übersäten die Hästräger die Fußgängerzone mit Konfetti in den Farben ihrer Cliquen. Angeführt von den Trottwarschlurbi zog der größte Kinderumzug der Region am Senser Platz vorbei durch die Tumringer Straße bis zum Marktplatz.

Direkt dahinter fuhr das neue Narrenschiff „Annerösli“, das mithilfe einer Konfettikanone auf die Zuschauer am Straßenrand regnen ließ. Die kleinen Roboter, Maikäfer, Giraffen und sogar ein menschliches Feuerwehrauto wurden zusätzlich von den Narren eingeseift. Dafür gab es als Belohnung aber auch fast immer was Süßes für die Sammeltüte.

Während des Umzuges regnete es leicht. Protektor Matthias Zeller fand, dass das gut zum Abschluss der Lörracher Straßenfasnacht passte: „Die Regentropfen sind wie Tränen, die der Himmel weint, weil es jetzt leider vorbei ist.“ Zeller sagte, für ihn sei die Fasnacht „intensiv“ gewesen und vom Hemdglunki bis zum Kinderumzug „absolut überragend“.

Nachdem alle Cliquen am Marktplatz angekommen waren, startete das Guggekonzert auf dem Alten Markt. 14 Formationen spielten auf zwei Bühnen im Wechsel, um noch einmal ihr Können – leider im Regen – unter Beweis zu stellen. Organisiert wurde das Ganze in diesem Jahr von der Guggemusik Gassefäger. Zum Finale spielten alle Gruppen noch einmal ein großes Monstre zusammen, und die Lörracher Hexencliquen führten den im vergangenen Jahr wiederentdeckten Hexentanz, umrahmt von Pyrotechnik, auf.

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