Lörrach 78 zusätzliche Pflegeplätze

So soll sich das neue Gebäude der Gevita Residenz in die Umgebung einfügen. Foto: zVg/sander.hofrichter architekten GmbH

Lörrach - Die Gevita Residenz plant ein neues Heimgebäude in unmittelbarer Nähe zu ihren bestehenden Häusern in Tumringen. Der drei- bis vierstöckige Neubau soll insgesamt 78 Pflegeplätze für Senioren bieten und auch die Tagespflege für 16 Personen aufnehmen. Am Mittwochabend informierten Gevita und Stadt in einer gut besuchten Anwohnerinformation über das Vorhaben.

Laut Michael Hünninger, Geschäftsführer Gevita, ist der Neubau wegen des kontinuierlich steigenden Pflegeplatzbedarfs im Landkreis notwendig. Hinzu kommt, dass der Gevita durch die in der Landesbauverordnung geforderten Abschaffung von Pflegeplätzen in Doppelzimmern 16 Plätze verloren gehen.

Vor diesem Hintergrund soll nun auf dem knapp 5000 Quadratmeter großen Spielplatzgelände zwischen Friedrich-Hecker-Straße und dem Wiese-Radweg ein neuer Pflegekomplex mit Schwerpunkt Demenz entstehen. Bürgermeisterin Monika Neuhöfer-Avdic sagte, die Stadt Lörrach unterstütze das Projekt gern, da das Thema Wohnen für Ältere in der wachsenden Stadt ein wichtiges Anliegen sei.

Ausgleich für Natureingriff

Den Planungen zufolge wird der Erweiterungsneubau aus zwei Baukörpern bestehen, die zwei sich zur Wiese hin öffnende Schenkel bilden, wie Stefan Peters vom Ludwigshafener Büro sander.hofrichter architekten ausführte. Die Zufahrt zur ufernahen Tiefgarage (TG) mit elf Stellplätzen für Betriebsfahrzeuge soll über einen den bisherigen Spielplatz begrenzenden Fußweg erfolgen, der hierzu auf 4,50 Meter verbreitert wird.

Für den Natureingriff muss laut Denise Becker von fsp.Stadtplanung Freiburg ein Ausgleich geschaffen werden, was durch die Erhaltung und Pflege des benachbarten Stammbachgrabens sowie Pflanzungen von Bäumen und Stauden an externer Stelle geschieht.

Zur Zukunft des Kinderspiel- und des benachbarten Hundesportplatzes sagte Gerd Haasis, Fachbereichsleiter Stadtentwicklung und Stadtplanung: „Wir sind zuversichtlich, dass der Hundesportplatz verlegt wird.“ Einen Umzug des Spielplatzes auf das dann frei werdende Gelände bezeichnete er als „anstrebenswert“.

Im Verlauf der zweistündigen Veranstaltung wurden zahlreiche Fragen gestellt. Sie bezogen sich auf eine mögliche zusätzliche Lärmbelästigung für die Anwohner, eine Verschärfung der Parkplatzsituation, mögliche Alternativen zum Anfahrtsweg, die zeitliche Planung und etwaige Kosten für Nachbarn. Hünninger wies darauf hin, dass die Gevita-Dienstflotte komplett elektrisch betrieben ist und daher nicht mit einer zusätzlichen Lärmbelästigung zu rechnen sei. Die Lkw-Anlieferung von Waren erfolge weiterhin an das Haupthaus. Durch die neu geschaffenen TG-Plätze würden in der Friedrich-Hecker-Straße Plätze frei, die durch die „neun bis zehn zusätzlichen Mitarbeiter“ sowie Besucher genutzt werden könnten. Laut Haasis wäre eine Zufahrt über den Wiese-Radweg keine praktikable Alternative, da der Autoverkehr dort nicht zunehmen sondern reduziert werden soll. Die Sorge, durch den Bau würden Erschließungskosten für die Anwohner anfallen, zerstreute Neuhöfer-Avdic.

Die Gevita möchte den Bauantrag möglichst zur Jahresmitte stellen. Peters rechnet ab der Antragsgenehmigung mit einer Bauzeit von 18 bis 20 Monaten. Die Pläne liegen nun bis Ende Januar im Rathaus aus. Bis dahin können Anregungen und Bedenken schriftlich eingereicht werden.

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