Lörrach „Ausrufezeichen  für  Lörrach“

Von Bernhard Konrad

Lörrach. Lörrach bekommt ein Vier-Sterne-Plus-Hotel. Die Stadt hat das Areal „Kinderspielplatz“ an den Bauherrn Dr. Helmut Karl Eberle verkauft. Er wird das Hotel nach den Plänen der Architekturbüros Külby + Külby, Lörrach, sowie KSP Jürgen Engel Architekten (Fassade) , Berlin, errichten.

Erleichterung und Freude war den Akteuren gestern im Rathaus anzusehen. Vor einiger Zeit sei sie gefragt worden, so Oberbürgermeisterin Gudrun Heute-Bluhm, was sie in ihrer verbleibenden Zeit als Stadtoberhaupt gerne noch „erledigen“ wolle. Die Antwort war einfach: Das Hotel-Projekt in trockene Tücher bringen. Das ist nun geschehen, auch der Vertrag mit dem Betreiber, so Peter Külby, werde in den nächsten Tagen unterschrieben – zum Zug kommt eine internationale Hotelkette, jedoch nicht Best Western, die zu Beginn des Projekts im Gespräch war.

Es sei ein gutes Gefühl, so Heute-Bluhm und Külby unisono, dass das Vorhaben großen Rückhalt in der Stadt genieße. Auch die lange strittige Fassadengestaltung habe nun die Unterstützung des Gemeinderats. Zudem sei Helmut Karl Eberle „nicht irgendein Investor“, sondern ein Lörracher, der „sein eigenes Geld“ in den Gebäudekomplex stecke – rund 30 Millionen Euro. „Das Projekt basiert nicht auf kurzfristiger Gewinnorientierung: Es handelt sich um eine langfristige Investition“, erläuterte Thomas Schwind, der den 87-jährigen Bauherrn juristisch vertritt. „Der gesamte Komplex wird einheitlich betrieben und hat eine einheitliche Designsprache“ ergänzte Küly.

Zwischen Konstanz und Freiburg, so Schwind, gebe es auf deutscher Seite kein vergleichbares Projekt. Dieses soll nun zügig angegangen werden. Die Eröffnung sei noch im Jahre 2016 geplant. Heute-Bluhm bezeichnete das Hotel als „Ausrufezeichen für das urbane Lörrach – ein neuer Kristallisationspunkt.“ Davon waren potenzielle Betreiber ebenso überzeugt – obgleich klar ist, dass das Haus nicht ausschließlich vom Basler Messe-Betrieb existieren kann, gab es mehrere ernsthafte Interessenten.

Auch die Qualität der Lörracher Innenstadt hat offenbar überzeugt. Das rund 60 Meter hohe Hauptgebäude bietet auf 20 Etagen rund 170 Zimmer, darunter etliche Suiten, Tagungs- und Konferenzräume sowie einen Wellness-Bereich. Der eingeschossige Mittelbau beherbergt unter anderem eine Bar, ein Restaurant mit Nebenzimmer und eine überdachte Terrasse. Eine Platz-Situation schließt sich an. Im viergeschossigen Bau entlang der Bergstraße, dem Boarding-House, werden 49 Appartements auch längerfristig vermietet.

Im Untergeschoss befinden sich die Technikräume und 104 Pkw-Stellplätze, die Zufahrt wird über die Hunnenstraße organisiert. Überzeugt habe die Verwaltung auch die Zusage, dass die energetischen Richtlinien der Stadt berücksichtigt werden und die Zertifizierung der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen angestrebt wird.

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